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© meinhardt.info

Airbus Group

Seit Januar 2014 firmiert die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) als Airbus Group. Sie gilt als zweitgrößter Rüstungskonzern und größter Luft- und Raumfahrtkonzert Europas. Das Unternehmen besteht aus den Bereichen Airbus, Airbus Defence & Space, sowie Airbus Helicopters. Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden insbesondere von Airbus Defence & Space und Airbus Helicopters produziert. 

Die Geschäftsbereiche der Airbus Group

Aktuelle Informationen zur Airbus Group

Schmiergeldzahlungen und schwarze Kassen bei Airbus? Münchner Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Airbus steht Medienberichten zufolge schon länger unter Korruptionsverdacht. Sowohl in England und Frankreich als auch in Deutschland und Österreich werde wegen Schmiergeldzahlungen gegen das Unternehmen ermittelt.

Nach Spiegel-Informationen möchte die Münchner Staatsanwaltschaft in Kürze Anklage gegen ehemalige Airbus-Manager erheben. Dabei gehe es um den Einsatz externer Berater und ein System schwarzer Kassen. Damit soll Airbus in den vergangenen Jahren den Verkauf ziviler und militärischer Flugzeuge etwa nach Indonesien, Kasachstan oder China angeschoben haben. Interne Ermittler seien dabei auf mehr als 100 mögliche Korruptionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe gestoßen.

Laut der Frankfurter Allgemeiner Zeitung hat die Münchner Staatsanwaltschaft, die eng mit einer Ermittlergruppe aus Österreich zusammenarbeite, 16 Beschuldigte im Visier – darunter nicht nur frühere Airbus-Geschäftsführer, sondern auch Berater und Geldempfänger des Konzerns. Dabei gehe die Staatsanwaltschaft München I und die Staatsanwaltschaft Wien auch einem Schmiergeldverdacht beim Verkauf von Eurofighter-Kampfflugzeugen an die Republik Österreich nach (siehe auch hier).

Der Journalist und BITS-Leiter Otfried Nassauer stellte bereits im Mai 2017 dar, dass der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil Airbus und die Projektgesellschaft Eurofighter Jagdflugzeug GmbH angezeigt hat, weil sie Österreich beim Kauf von Eurofighter-Kampfflugzeugen betrogen und um etwa 1,1 Milliarden Euro geschädigt hätten.

Schmierige Geschäfte - Korruptionsskandal bei der Airbus Group. Ermittlungen in ­mehreren Ländern, jungewelt.de, 11.10.2017
Schmiergeldzahlungen: Airbus-Managern droht in Kürze Anklage, faz.net, 10.10.2017
Korruptionsvorwurf gegen Airbus "Rechtslage ist nicht abschreckend genug", spiegel.de, 07.10.2017
Mutmaßliche Schmiergeldzahlungen Airbus droht Korruptionsprozess, spiegel.de, 06.10.2017
Airbus soll Schmiergeld gezahlt haben, sueddeutsche.de, 06.10.2017
Behörde ermittelt gegen Airbus Korruption bei Airbus?, manager-magazin.de, 08.08.2016
Airbus Group investigation, sfo.gov.uk, 08.08.2016
Eurofighter für Wien – oder: ein Geschäft stinkt zum Himmel, BITS, 08.05.2017

Flaute im Waffensektor: Airbus will Teile der Rüstungssparte abstoßen

Nach Medieninformationen plant Airbus Teile seiner Rüstungssparte auszugliedern. Unter anderem seien Standorte in Friedrichshafen, Ulm und Immenstaad betroffen, heißt es. schwäbische.de zufolge will der Konzern die Bereiche Grenzsicherungsanlagen und Rüstungselektronik ausgliedern und eventuell später auch verkaufen. Der Grund für diesen Schritt ist laut SWR der deutliche Auftragsrückgang im Rüstungsgeschäft. Im zivilen Flugzeugbau habe der Konzern dagegen Rekorde bei Auftragseingang und Produktion vermeldet.

Airbus-Standorte Ulm und Friedrichshafen: Airbus dementiert Stellenabbau, swr.de, 27.02.2015
Airbus will sich von Teilen der Rüstung trennen, schwäbische.de, 26.02.2015

Airbus-Chef Enders attackiert Gabriel wegen restriktiver Rüstungsexportpolitik

Einem Bericht von tagesschau.de zufolge hat Airbus-Chef Tom Enders erneut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel scharf angegriffen.

Der Grund: Die Bundesregierung habe den Export von deutschen Komponenten für den Bau von 14 französischen Airbus-Militärhubschraubern, die nach Usbekistan geliefert werden sollen, nicht genehmigt. Diese Restriktionen seien für Enders ein Grund, künftige Hubschrauberprogramme eher in Frankreich als in Deutschland anzusiedeln.

Und wie die „Welt“ berichtet, bekommt Enders bei seinem Angriff jetzt auch Schützenhilfe aus Frankreich. So habe der französische Außenminister Laurent Fabius erklär, dass man gemeinsam gebaute Ausrüstungsgüter natürlich auch exportieren können müsse.

Nach Kritik an Rüstungsprojekten Airbus-Chef Enders legt nach, tagesschau.de, 14.10.2014
Waffenexporte: Wut der Franzosen auf die deutsche Rüstungspolitik, welt.de, 15.10.14

Airbus-Chef Enders beklagt sich über Einschränkungen beim Rüstungsexport

Im Gespräch mit der „Welt“ beklagte sich der Chef der Airbus-Group, Thomas Enders, über die deutschen Einschränkungen beim Rüstungsexport. Konkret geht es dabei, wie die „Welt“ erklärt, um bislang nicht genehmigte Lieferung von deutschen Teilen nach Frankreich für den Bau der Milan-Lenkwaffen, die vermutlich auch an einen Golfstaat geliefert werden sollen.

Bislang hätte sich die französische Regierung, darauf verlassen können, so Enders gegenüber der Tageszeitung: "dass wir sie nicht daran hindern, gemeinsam entwickelte Produkte auch zu exportieren“. Er spielte damit laut der „Welt“ auf ein deutsch-französisches Abkommen von 1972 an, in dem die Bundesregierung weitgehend auf die Anwendung der eigenen Kriterien für Rüstungsgüter verzichtete.

"Mit den Deutschen kann man den Export vergessen", welt.de, 11.09.2014

Wirtschaftsminister Gabriel will Airbus Genehmigung verweigern

Die Rüstungssparte des Airbus-Konzerns Airbus Defence and Space will ein Zielerfassungsgerät an die kanadische Tochter des US-Rüstungskonzerns General Dynamics Land Systems (GDLS) liefern. Das von der Airbus-Tochtergesellschaft Zeiss Optronics im württembergischen Oberkochen gebaute Zielerfassungsgerät soll in Kanada in Radpanzer eingebaut werden, die dann an Saudi-Arabien geliefert werden sollen. Otfried Nassauer vom Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit - BITS beschreibt in einem Artikel was es mit dem Deal auf sich hat.

Rüstungsexport: Airbus kollidiert mit Gabriel, Artikel von Otfried Nassauer vom 25.05.2014

Verdacht auf Schmiergeldzahlungen bei Airbus

Der Rüstungshersteller Airbus, der kürzlich noch EADS hieß, soll für Schmiergeldzahlungen eine schwarze Kasse besessen haben. Mit dem Geld sollte der Verkauf des Eurofighters an Österreich angekurbelt werden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Schmiergeld-Verdacht gegen EADS Eurofighter-Treffen in der Milchbar, sueddeutsche.de, 20.02.2014

Ausgleichszahlung für Eurofighter in Millionenhöhe

Weil die Bundeswehr weniger Eurofighter braucht als bestellt wurden, bekommt die Rüstungsindustrie eine dicke Entschädigung vom Staat. So hat der Rüstungskonzern MTU, der Triebwerke für den Eurofighter baut, bereits ein Trostpflaster in Höhe von 55 Millionen Euro erhalten. Wie aus einem Bericht von „Spiegel Online“ hervorgeht, haben zwei Staatssekretäre aus dem Verteidigungsministerium diese Ausgleichszahlung allerdings ohne Zustimmung des Bundestages genehmigt. Auch Airbus kann wahrscheinlich auf eine Ausgleichszahlung hoffen.

Rüstungsprojekt "Eurofighter": Verteidigungsministerium gab Millionensumme ohne Bundestagsvotum frei, spiegel.de, 19.02.2014
Deutschland verzichtet auf letzte 37 Eurofighter, reuters.com, 19.02.2014
Airbus kann auf Entschädigung beim Eurofighter hoffen, welt.de/bloomber, 19.02.2014

Stellenabbau bei Airbus: Bayern lehnt Staatshilfen für den Rüstungskonzern ab

Wie die Süddeutsche Zeitung mitteilt, streicht Airbus, ehemals EADS, in den kommenden Jahren etwa 2.600 Arbeitsplätze in Deutschland, 1.010 davon allein in Manching bei Ingolstadt. Die bayerische Staatsregierung lehne Staatshilfen für den Rüstungskonzern ab. Wenn man weniger Rüstung wolle, müsse man den Konzern entsprechend anpassen, so Ministerpräsident Seehofer.

Stellenabbau bei Airbus: Manching in Schockstarre, sueddeutsche, 28.01.2014