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Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Aktivitäten der Kirchen

Hier erhalten Sie Informationen über Beschlüsse und Erklärungen, Aktivitäten, Stellungnahmen und Äußerungen von kirchlichen Institutionen und ihren RepräsentantInnen im Zusammenhang mit dem Thema Rüstungsexporte.

Trierer Bischof Stephan Ackermann zu deutschen Rüstungsexporten: "absurde, menschenverachtende Geschäftemacherei"

In der Mittagsansprache vom 26. Juni in Radio Horeb kritisierte der Trierer Bischof Stephan Ackermann die kurz davor bekannt gegebenen Zahlen der deutschen Waffenexportgenehmigungen – insbesondere die Genehmigungen für Kleinwaffenexporte. Er bezeichnete den Waffenhandel als "absurde, menschenverachtende Geschäftemacherei".

Mittagsansprache von Bischof Stephan Ackermann, Trier, zu den deutschen Rüstungsexporten, horeb.org, 26.06.2017

documenta in Kassel: Nach Platzverweis eines Demonstranten schlägt Dechant Fischer öffentliche Diskussion über Waffenexporte vor

Medienberichten zufolge hat die documenta in Kassel einen Demonstranten, der gegen Waffenexporte aus Kassel und den Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann protestierte, des Platzes verwiesen. Dabei habe Adam Szymczyk, der künstlerische Leiter der documenta, kurz vorher noch dazu aufgerufen, dass sich die Menschen als politische Subjekte begreifen und Verantwortung übernehmen sollen.

Der Kasseler Dechant Harald Fischer kritisiert den Platzverweis in einem offenen Brief an die documenta-Leitung und schlägt ihr vor, das Thema Waffenexporte in einer gemeinsamen Veranstaltung öffentlich zu diskutieren und als Ausgangspunkt für einen städtischen Wandlungsprozess zu gestalten.

Denn es sei, so Fischer, offensichtlich, dass Rüstungslieferungen an Konfliktbeteiligte nichts zu einer Friedenslösung beitragen; sondern Leid und Ausweglosigkeit verstärkten. Die in Kassel ansässigen Rüstungsfirmen Krauss Maffei Wegmann und Rheinmetall trügen mit ihrem produktionstechnischen wie händlerischen Knowhow wesentlich dazu bei. Das müsse sich in Kassel ändern.

Nach Protest gegen Waffenindustrie: Dechant Fischer kritisiert Platzverweis, hna.de, 23.06.2017,23.06.17

Demonstrant Hans Eitle: „Fühle mich zum Protest verpflichtet“: Aufregung am Parthenon der Bücher: documenta beendete Protest gegen Waffen, hna.de, 22.06.2017

UPDATE:

Wie die Hessisch Niedersächsisch Allgemeine berichtet, habe das Kasseler Friedensforum den Vorschlag von Fischer zum Dialog über Waffenexporte aufgegriffen und mit einem Spaziergang durch den Parthenon der Bücher hab ein entsprechendes Zeichen gesetzt. Diesmal habe die documenta diese Aktion geduldet.

Spaziergang gegen Rüstung: Frieden am Parthenon: documenta hat sich bei Demonstrant entschuldigt, hna.de, 03.07.2017

GKKE: Genehmigungspraxis der Bundesregierung konterkariert friedenspolitische Leitlinien

Angesichts der jüngst veröffentlichten Rüstungsexportberichte wirft die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) der Bundesregierung eine nach wie vor problematische Genehmigungspraxis vor und fordert ein wirksames Rüstungsexportkontrollgesetz.

Der Anstieg bei den Kleinwaffenexportgenehmigungen im Jahr 2016 und den ersten Monaten 2017 sei höchst bedenklich, so die GKKE. Außerdem kritisiert die GKKE, dass noch immer weit mehr als die Hälfte der Einzelausfuhrgenehmigungen und über 90 Prozent der Kriegswaffenexporte an Drittstaaten, oft in Konfliktregionen oder Länder mit problematischer Menschenrechtslage, gehen - darunter 2016 auch wieder nach Saudi-Arabien und Katar.

Die GKKE habe aus guten Gründen im Jahr 2015 die Panzerlieferungen samt den Genehmigungen nach Katar aufs Schärfste kritisiert und einen Stopp für sämtliche Rüstungsausfuhren nach Saudi-Arabien gefordert, erklärt Prälat Dr. Martin Dutzmann, der evangelische Vorsitzende der GKKE. Beide Länder stünden im Verdacht, den islamistischen Terror zu finanzieren. "Die aktuelle Verstärkung der Spannungen erhöht das Risiko einer regionalen Konflikteskalation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran", so Dutzmann. Dies zeige die große Gefahr, dass Waffenexporte in Konfliktregionen als Brandbeschleuniger wirkten.

Die GKKE fordert ein wirksames Rüstungsexportkontrollgesetz. Nur auf diesem Weg könne der dauernde Widerspruch zwischen restriktiven gesetzlichen Grundlagen und politischen Leitlinien einerseits und der laxen Genehmigungspraxis andererseits beendet werden.

Die anhaltend problematische Genehmigungspraxis in der Rüstungsexportpolitik konterkariere die friedenspolitischen Leitlinien, die die Bundesregierung am 7. Juni unter der Überschrift "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" veröffentlicht habe, kritisiert Prälat Dr. Karl Jüsten, der katholische Vorsitzende der GKKE.

Rüstungsexporte in Konfliktregionen sind Brandbeschleuniger“: Kirchen fordern ein wirksames Rüstungsexportkontrollgesetz, Pressemitteilung der GKKE, gkke.org, 23.06.2017

Siehe auch:

D: „Waffenexporte in Konfliktregion sind Brandbeschleuniger": Insbesondere Handfeuerwaffen sind schwer zu kontrollieren, radiovaticana.va, 23.06.2017

Margot Käßmann: Rüstungsexporte müssen zur Bundestagswahl ein Thema sein

Nachdem die Bundesregierung die neuen und nach wie vor sehr hohen Zahlen zu den deutschen Waffenexporten bekannt gegeben hat, fordert Margot Käßmann in einem Artikel in der Bild am Sonntag, dass Rüstungsexporte ein Thema zur Bundestagswahl werden müssten.

"Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen. Es wird groß getönt, die Fluchtursachen müssten bekämpft werden, aber wir tragen dazu bei, indem wir in Konfliktregionen Waffen exportieren", schreibt die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017.

Was würde Jesus zu deutschen Waffen-Deals sagen?, von Margot Käßmann, bild.de, 20.06.2017

Siehe auch:

Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte, evangelisch.de, 18.06.2017

Gebetsanliegen von Papst Franziskus im Juni: Waffenhandel beenden

Gebetsanliegen von Papst Franziskus im Juni: Waffenhandel beenden:Für den Juni 2017 ruft Papst Franziskus in seiner monatlich erscheinenden Gebetsmeinung auf, gemeinsam für die Lenker der Staaten zu beten, dass sie sich fest verpflichten, jeglichen Waffenhandel, der so viele unschuldige Opfer verursacht, zu beenden.

In seiner Videobotschaft erklärt er, dass es ein absurder Widerspruch sei, wenn man vom Frieden spreche und Friedensverhandlungen führe, gleichzeitig aber den Waffenhandel fördere oder zulasse.

Irakischer Erzbischof Sleiman verurteilt Waffenhandel

Der irakische Erzbischof Jean Benjamin Sleiman hat bei einer Pressekonferenz in Wien den Waffenhandel scharf verurteilt. Das geht aus einem Bericht der Katholischen Presseagentur Österreich hervor. "Wer Waffen verkauft, kann nicht zugleich von sich behaupten, den Terrorismus zu bekämpfen", habe er vor den Journalisten erklärt.

Irakischer Erzbischof prangert Waffenhandel an, kathpress.at, 23.05.2017

Erklärung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu deutschen Rüstungsexporten

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat im März 2017 eine Erklärung zu deutschen Rüstungsexporten veröffentlicht. Diese sei aus der Arbeit einer landeskirchlichen Kommission zur Rüstungskonversion heraus in Zusammenarbeit mit Synodalen der Landessynode und mit Mitarbeitenden des Oberkirchenrats hervorgegangen, heißt es im Vorwort.

Unter anderem fordert die Evangelische Landeskirche darin

  • die Beschränkung von Waffenexporten
  • ein Exportverbot von Kleinwaffen zu militärischen Zwecken und
  • die Stärkung von Friedensbildung und ziviler Konfliktbearbeitung.

Laut Landesbischof Frank Otfried July will diese  Erklärung  Menschen dazu ermutigen, zu Botschafterinnen  und  Botschaftern des Friedens zu werden.

Erklärung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu deutschen Rüstungsexporten, elk-wue.de, März 2017

Papst fordert bei Erteilung des Ostersegens Stopp des Waffenhandels

Medienberichten zufolge hat Papst Franziskus in seiner Ansprache während der traditionellen Erteilung des Ostersegens am Ostersonntag in Rom neben der Eindämmung der Konflikte auch ein Ende des weltweiten Waffenhandels gefordert.

Dabei habe er die Verantwortlichen in die Pflicht genommen. Er sagte: „Der auferstandene Herr leite angesichts der vielschichtigen und mitunter dramatischen Geschehnisse bei den Völkern die Schritte derer, die nach Gerechtigkeit und Frieden suchen; er gebe den Verantwortlichen der Nationen den Mut, das Ausweiten der Konflikte zu verhindern und den Waffenhandel zu unterbinden.“

Papst Franziskus \ Predigten: Urbi et Orbi: Die Osterbotschaft von Papst Franziskus, radivaticana.va, 16.04.2017
Ostersegen Urbi et Orbi Papst nimmt Regierungen in die Pflicht, tagesschau.de, 16.04.2017
"Urbi et orbi": Papst erteilt Ostersegen im Schatten von Krieg und Gewalt, rp-online.de, 16.04.2017
Papst fordert Eindämmung der Konflikte und Einstellung des Waffenhandels, epochtimes.de, 16.04.2017
Papst fordert Eindämmung der Konflikte und Einstellung des Waffenhandels, stern.de/afp, 16.04.2017

Papst verurteilt erneut internationalen Waffenhandel

In einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Repubblica“ verurteilte Papst Franziskus erneut den „Weltkrieg in Stücken“ und den internationalen Waffenhandel. Das berichtet Radio Vatikan.

Der Waffenhandel unterdrücke die Welt und verdiene am Blut von Männern und Frauen. Wenige Tage vor dem Osterfest habe Franziskus dazu aufgerufen, die Spiralen der Gewalt zu durchbrechen.

Papst: Angriffe auf weibliche Würde auch in Kirche zu finden, radiovaticana.va, 13.04.2017

Abgeordnete auf Waffenexporte ansprechen: Friedenspfarrerin weist auf Wahlprüfsteine der Aktion Aufschrei hin

Sabine Müller-Langsdorf, Pfarrerin und Referentin für Friedensarbeit im Zentrum Ökumene der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gegen Waffenexporte und für friedliche Konfliktlösungsstrategien starkzumachen.

Das könnten sie tun, indem sie ihre Abgeordneten beziehungsweise Kandidaten für die Bundestagswahl, bitten, sich gegen den Export von Rüstungsgütern einzusetzen. Müller-Langsdorf verweist dazu auf die Wahlprüfsteine von Aktion-Aufschrei. Die EKHN ist Mitglied im Aktionsbündnis der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!

Abgeordnete ansprechen - für Frieden: Ihre Worte gegen Waffen, ekhn.de, 28.03.2017

Grußwort des Nuntius zum Aktionskongress "Stoppt den Waffenhandel": Dem Ritus der Gewalt widersprechen

Als Vertreter des Heiligen Vaters Franziskus in der Bundesrepublik Deutschland wünscht Erzbischof Dr. Nikola Eterović der Aktionskonferenz „Stoppt den Waffenhandel“, die am 3. und 4. März 2017 in Frankfurt tagt, einen guten Verlauf und hofft, dass sie dazu beiträgt, Jesu Wort in die Tat umzusetzen: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ (Mt 5,9).

„Die Zunahme der gewalttätigen Auseinandersetzungen führt dazu, dass die Waffenproduktion und deren Exporte zunehmen und einen Ritus der Gewalt schaffen, dem entschieden widersprochen werden muss. Von jeher haben sich katholische Verbände in Deutschland und ausdrücklich pax christi in Anlehnung an die Bergpredigt des Herrn dafür eingesetzt: „Frieden schaffen ohne Waffen!“ Es geht dabei nicht um ein verklärtes Weltbild, sondern um den Einsatz für den Mehrwert des Lebens, das religiös, sozial, kulturell und solidarisch auf das Gute hin angelegt ist. Jede Gewalttat daher eine Verweigerung des Guten!“ so heißt es im Grußwort des Nuntius zur Aktionskonferenz "Stoppt den Waffenhandel", die pax christi für die Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ ausrichtet.

Den gesamten Wortlaut des Grußwortes finden Sie hier

GKKE fordert Rüstungsexportkontrollgesetz

Angesichts der neuesten SIPRI-Zahlen sprach domradio.de mit Max Mutschler von der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) über die Forderung nach einer besseren gesetzlichen Kontrolle der deutschen Rüstungsexporte.

Durch ein Rüstungsexportkontrollgesetz kann man laut Mutschler zum Beispiel die parlamentarische Kontrolle stärken. Mutschler schlägt außerdem eine Art Negativliste für Staaten vor, die bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sind, weil sie Rüstungsgüter aus Deutschland an Konfliktparteien weitergeliefert haben. Zudem sollte die Bundesrepublik eine Begründung liefern müssen, wenn sie doch an diese Staaten liefern wolle. Mit so einer Begründungspflicht müssten nicht mehr die Gegner von Rüstungsexperten ihr Handeln begründen, sondern die Befürworter von Rüstungsexporten.

Kirchliche Expertengruppe fordert bessere Kontrolle bei Rüstungsexporten "Negativliste für Staaten einführen", domradio.de, 21.02.2017

Erzbischof Schick fordert Stopp der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

Erzbischof Ludwig Schick fordert eine Änderung der Politik gegenüber Saudi-Arabien. Das geht aus einer Pressemitteilung des Erzbistums Bamberg hervor. Die Wirtschaftsabkommen müssten an die Verbesserung der Menschenrechtssituation gekoppelt werden, so Schick. Außerdem sollten alle Waffenlieferungen dorthin gestoppt werden, solange Menschen unterdrückt werden und es unklar sei, was mit den Waffen geschehe.

Erzbischof Schick: Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen: Gebetsaufruf für verfolgte Christen in aller Welt, erzbischof.kirche-bamberg.de, 22.12.2016

Württembergische Evangelische Landessynode beschließt Erklärung zu Rüstungsexporten

Die Württembergische Evangelische Landessynode hat auf ihrer diesjährigen Herbsttagung, die vom 21. bis 24. November in Stuttgart stattfand, mit großer Mehrheit eine Erklärung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu deutschen Rüstungsexporten verabschiedet. Darin fordert sie die Beschränkung von Waffenexporten, ein Exportverbot von Kleinwaffen zu militärischen Zwecken und die Stärkung von Friedensbildung und ziviler Konfliktbearbeitung.

"Mit dem Thema dieser Erklärung setzen wir an einem der zentralen Probleme unserer durch Gewalt und Terrorakte geprägten Welt an", erklärte Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel. Denn das Exportieren und die Lieferung von Waffen und Rüstungsgütern bedeuteten unwillkürlich, dass Instrumente und Mittel der – oft genug tödlichen – Gewaltanwendung zur Verfügung gestellt würden. Und das eben nicht nur für NATO-Staaten oder Länder der Europäischen Union, sondern auch für sogenannte „Drittstaaten“, für Krisenregionen und für solche Regionen dieser Welt, von denen regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen berichtet werde.

Ökumenische Friedensdekade 2016: Kriegsspuren

Ökumenische Friedensdekade 2016: Kriegsspuren

Jährlich findet in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag die ökumenische Friedensdekade statt. In diesem Jahr ging sie vom 6. bis 16. November. Bei Informationsabenden, in Gottesdiensten und Friedensgebeten, bei Mahnwachen und auch in der Jugendarbeit wurde in dieser Zeit ganz besonders das Thema Frieden in den Mittelpunkt gestellt.

Die Friedensdekade stand in diesem Jahr unter dem Motto "Kriegsspuren" und wandte sich besonders gegen den Export von Kleinwaffen. Denn dadurch kommen weltweit die meisten Menschen zu Tode. Daher unterstützte die Friedensdekade 2016 auch die Aufschrei-Aktion bei der Unterschriftensammlung gegen den Export von Kleinwaffen und Munition.

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ACK in Baden-Württemberg fordert Reduzierung und mittelfristig Verbot von Waffenexporten

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg hat auf ihrer Jahrestagung einen Friedensappell veröffentlich. Darin fordert sie unter anderem auch die Reduzierung der deutschen Rüstungsexporte mit dem Ziel eines mittelfristigen Ausfuhrverbotes.

"Waffen und sonstige Rüstungsgüter aus Baden-Württemberg machen uns zu Beteiligten. Flüchtlinge, die bei uns Schutz und Frieden suchen, erinnern uns daran", heißt es in dem Papier.

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Jordanischer Erzbischof: Internationaler Waffenhandel ist schweres Verbrechen

Der katholische Patriarchalvikar für Jordanien, Erzbischof Maroun Lahham, fordert ein Ende des weltweiten Waffenhandels. Das berichtet Radio Vatikan. Der internationale Waffenhandel sei nichts anderes als ein schweres Verbrechen, habe Lahham im Interview mit "Kathpress" erklärt.

Jordanischer Bischof: „Stoppt endlich den Waffenhandel“, de.radiovaticana.va, 20.09.2016

Diözese Rottenburg-Stuttgart: Domkapitular Stäps kritisiert Waffenexporte

Domkapitular Heinz Detlef Stäps von der Diözese Rottenburg-Stuttgart kritisierte bei einem Vortrag in Ellwangen die deutschen Waffenexporte, über die Deutschland an so vielen gewalttätigen Konflikten beteiligt sei. Das berichtet die Schwäbische Zeitung.

Domkapitular kritisiert deutsche Waffenexporte, schwaebische.de, 16.09.2016

GKKE: „Anhaltendes Desaster in der Rüstungsexportpolitik“

Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) kritisiert in einer Pressemitteilung die massive Zunahme der deutschen Waffenexporte und fordert eine Revision der gesetzlichen Grundlagen.

Der Regierungsbericht 2015 zeige ein anhaltendes Desaster, sagt Prälat Dr. Karl Jüsten, der katholische Vorsitzende der GKKE. So dürfe es nicht weitergehen. Der anhaltende Widerspruch zwischen gesetzlichen Grundlagen und politischen Leitlinien einerseits und der Genehmigungspraxis andererseits schwäche die Legitimität nicht nur der Rüstungsexportpolitik, sondern auch der Außen- und Sicherheitspolitik. „Wir brauchen eine Revision der gesetzlichen Grundlagen“, fordert Jüsten.

Anhaltendes Desaster in der Rüstungsexportpolitik erfordert Revision der gesetzlichen Grundlagen, Pressemitteilung, gkke.org, 06.07.2016

Stichpunkte und Argumente der GKKE zum Rüstungsexportbericht 2015 der Bundesregierung, Hintergrundinformationen, gkke.org, 06.07.2016

Papst Franziskus kritisiert Waffenexporte

Papst Franziskus prangert mit Blick auf den syrischen Bürgerkrieg Waffenexporte an und wirft westlichen Staaten indirekt Verlogenheit vor. "Einige der Länder, die Waffen liefern, gehören auch zu denjenigen, die vom Frieden sprechen", erklärt er in einer Videobotschaft an Caritas Internationalis. Und weiter: „Wie kann man jemandem Glauben schenken, der dich mit der rechten Hand streichelt, während er dich mit der linken schlägt?”

Papst: Die Scheinheiligkeit der Waffenlieferanten, radiovaticana.va, 05.07.2016

EKD-Friedensbeauftragter Brahms kritisiert Verdoppelung der Waffenexporte scharf

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat den enormen Anstieg der deutschen Waffenausfuhren heftig kritisiert. Rüstungsexporte dürften nicht ausgeweitet, sondern sie müssten vielmehr drastisch reduziert werden, sagte Brahms laut dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Es ist in meinen Augen ein Skandal, dass Deutschland mit diesen Exporten dazu beiträgt, dass Konflikte in der Welt entstehen, fortgeführt oder verschärft werden", so Brahms. Als besonders kritisch habe Brahms die Waffenlieferungen in Krisengebiete wie Saudi-Arabien oder Katar hervorgehoben.

Der EKD-Friedensbeauftragte kritisiert den Anstieg von Rüstungsexporten, ekd.de, 05.07.2016

Betriebsseelsorger wollen neue Konversionsdebatte anstoßen und fordern Waffenexportverbot

Die Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat angesichts der zahlreichen gewaltsamen Konflikte und Kriege und deren Folgen unlängst ein Positionspapier zum Thema Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte veröffentlicht.

Einer der Gründe für die Zunahme kriegerischer Konflikte sei der weltweite Export von Waffen und Kriegstechnik in Krisenregionen, heißt es in dem Positionspapier. "Deutsche Rüstungsunternehmen gehören zu den weltweit größten Exporteuren von Kriegswaffen und sonstiger Rüstungsgüter. Damit tragen diese Unternehmen und unser Land eine wesentliche Schuld am Elend und Tod zahlloser Menschen", schreiben die Betriebsseelsorger.

Sie fordern daher unter anderem von der Europäischen Union ein sofortiges uneingeschränktes Verbot von Rüstungsexporten und Lizenzvergaben zur Produktion von Rüstungsgütern in menschenrechtsverletzende und kriegsführende Staaten sowie mittelfristig ein vollständiges Verbot von Rüstungsexporten. Die Rüstungsindustrie müsse schrittweise konvertiert, Kriegs- und Fluchtursachen nachhaltig überwunden und die herrschenden Konflikte mit zivilen Mitteln gelöst werden.

Für eine Kultur des Friedens – gegen eine Kultur des Todes, Positionspapier der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg, betriebsseelsorge.drs.de, 22.06.2016

Tagung der Synode der oldenburgischen Kirche mit Schwerpunktthema „Friedensethik“

Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, die von 26. bis 27. Mai in Rastede stattfand, stand das Thema „Friedensethik“. An einem Workshop zur Rüstungsexporten nahm auch Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin teil.

Einen detaillierten Bericht finden Sie unter Jahresthema "Friedensethik", kirche-oldenburg.de

Papst Franziskus: „Wenn es Kriege gibt, dann weil es Waffenhersteller gibt und besonders, weil es Waffenhändler gibt“

Im Hinblick auf die Aufhebung des Waffenembargos für Libyen hat sich Papst Franziskus laut Radio Vatikan erneut gegen Waffenexporte ausgesprochen. „Wenn es Kriege gibt, dann weil es Waffenhersteller gibt – was man zur Verteidigung rechtfertigen kann – und besonders, weil es Waffenhändler gibt“, habe er im Interview mit der katholischen französischen Zeitung "La Croix" gesagt.

Auch der Vatikan-Diplomat Erzbischof Silvano Tomasi verurteilt den Waffenhandel, wie er im Gespräch mit Radio Vatikan erklärte. Er sieht, ebenfalls auf Libyen angesprochen, den Waffenhandel nicht von politischen, sondern vor allem von den wirtschaftlichen Interessen der reichsten Länder geleitet. „Das Problem des Waffenhandels ist eine der Fragen, die man nicht diskutiert, wenn man politisch um einen Waffenstillstand bemüht ist“, so Tomasi.

„Von Frieden reden, aber Waffen verkaufen“, de.radiovaticana.va, 20.05.2016

EKiBa-Fachtagung zum Thema Rüstungskonversion

Vom 15. bis 16. Juni findet in Bad Herrenalb eine Fachtagung der evangelischen Kirche Baden (EKiBa) zum Thema Rüstungskonversion statt. Dabei werden Fachleute und kirchliche Mitarbeiter aus dem Friedensbereich die Themenfelder "Rüstungsexport aus Baden" und "Rüstungskonversion in Baden" bearbeiten.

Wer teilnehmen möchte, möge sich rechtzeitig bis zum 1. Juni anmelden.

Weitere Infos:

Programm und Anmeldemöglichkeit

Konferenz Europäischer Kirchen: Resolutionen des EU-Parlaments zu Waffenexporten und Waffenembargo müssen unterstützt werden

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) fordert eindringlich, die beiden Resolutionen des EU-Parlaments zu Waffenexporten und dem Waffenembargo gegen Saudi-Arabien zu unterstützen.

"Waffenausfuhren spielen eine bedeutende Rolle bei gewaltsamen Konflikten", erklärt die KEK. Es gebe zudem eine enge Verbindung zwischen Waffenexporten und der Verlängerung von Kriegen. Die herzzerreißenden Bilder von Flüchtlingen, die uns täglich erreichten, und die groben Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen des Mittleren Ostens könnten die KEK-Mitgliedskirchen nicht unberührt lassen.

Die KEK fordert daher, dass die EU-Mitgliedstaaten die Kriterien des Gemeinsamen Standpunktes der EU zu Waffenexporten und den Waffenhandelskontrollvertrag (ATT) als rechtsverbindlich anerkennen. Außerdem müssen sie für volle Transparenz ihrer Waffenexporte sorgen. Die KEK fordert von den EU-Mitgliedsstaaten ferner, dass sie die Folgen ihrer Waffenexporte in den Nahen Osten bewerten und wenn nötig auch bestehende Verträge kündigen.

CEC urges support for resolution on arms export, arms embargo, Pressemitteilung, us9.campaign-archive2.com, 21.03.2016

Fluchtursachen: Landesbischof July prangert Waffenexporte an

Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, ging in seinem Bericht vor der Landessynode am 10. März 2016 unter anderem auch auf das Thema Flüchtlinge ein. Der Landeskirche sei es auch ein großes Anliegen, dass Fluchtursachen vor Ort bekämpft würden, so July. "Rüstungsgüter zu exportieren, mit denen hier verdient und woanders Häuser und Städte zerstört werden und sich dann wundern, wenn Flüchtlinge kommen, gehört zur Naivität der sogenannten Realpolitik", erklärte der Landesbischof.

„...dass unser Weg uns zu euch führt“ (1 Thess 3,11): Kirche und die eine Welt, elk-wue.de, Bericht von Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July, 09.03.2016, S. 15

Church and Peace fordert Ende des Waffenhandels

Angesichts der Zunahme des weltweiten Waffenhandels und der militärischen Interventionen hat der Vorstand des europäischen ökumenischen Netzwerkes "Church and Peace" eine ausführliche Erklärung verabschiedet. Darin begrüßt er nicht nur die Forderung des Europaparlaments, ein Waffenembargo gegen Saudi-Arabien zu verhängen, sondern er ruft dazu auf, dem Waffenhandel überhaupt ein Ende zu setzen.

Rüstungsexporte tragen wesentlich dazu bei, gewaltsame Konflikte in Syrien, Irak und anderen Teilen der Welt zu intensivieren und zu verlängern, heißt es in der Erklärung. Viele Regierungen würden dabei die Verpflichtungen, die sie auf nationaler oder internationaler Ebene eingegangen seien, wie etwa die Kriterien des Gemeinsamen Standpunktes der EU oder des Arms Trade Treaty nicht ernst nehmen.

Daher bittet der Church-and-Peace-Vorstand seine Mitglieder, zusammen mit den Kirchen in Europa ihre jeweiligen Regierungen zu drängen, auf ein Ende des Waffenhandels hin zu arbeiten und wenigstens die bestehenden Verträge und Resolutionen als einen ersten Schritt zur Begrenzung von Waffenproduktion und -handel zu ratifizieren und umzusetzen.

Außerdem weist der Vorstand von Church and Peace jede militärische Option als Antwort auf Terrorismus zurück und verlangt, stattdessen die anerkannten Instrumente der Europäischen Union zu nutzen. Angesichts von zunehmendem Waffenhandel und Legitimierung von militärischen Interventionen als Antwort auf Terrorismus sei es nun an der Zeit, dass die Kirchen auf den Ruf des Evangeliums zur Gewaltfreiheit reagieren und sich entschieden verpflichten, für Strukturen des Friedens zu arbeiten, die auf gewaltfreien Konfliktlösungen basieren.

Erklärung angesichts der Zunahme des Waffenhandels und militärischer Interventionen, church-and-peace.org, 01.03.2016

Pressemeldung von Church and Peace: Jahrestreffen von Church and Peace mit Fokus auf gewaltfreien Reaktionen zum Terrorismus, church-and-peace.org, 01.03.2016

Vatikanischer Friedensrat: Waffen fördern Gewalt und sind eine Gefahr für den Frieden

Wie Radio Vatikan berichtet, fand kürzlich im Vatikan ein Kongress zum Thema "Waffenhandel" statt. Das Ziel der Teilnehmer sei es gewesen, Wege zur Überwindung des Waffenhandels zu finden.

Man dürfe eine „legitime Verteidigung“, wie sie der Katechismus der katholischen Kirche und das katholische Lehramt beschreiben, nicht zum Vorwand nehmen, um Krieg zu führen oder zu unterstützen, sagte der Sprecher des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Renato Cursi, im Gespräch mit Radio Vatikan. Es sei klar, dass Waffen keine Lösung seien, um Kriege zu beenden. Im Gegenteil, sie förderten die Gewalt und sind auf jeden Fall eine Gefahr für den Frieden, so Cursi. Der Papst habe laut Cursi den engen Zusammenhang zwischen dem Waffenhandel und der Flüchtlingswelle, die Europa derzeit erlebe, betont. Außerdem trage jeder Einzelne Verantwortung dafür, wie man mit der Waffenindustrie umgehen solle.

Vatikanischer Friedensrat prangert Waffenhandel an, radiovaticana.va, 25.01.2016

Papst fordert Kampf gegen Korruption und Waffenhandel

Wie das Domradio berichtet, hat Papst Franziskus bei seiner Neujahrsansprache vor dem Diplomatischen Corps im Vatikan die Europäer aufgefordert, bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht nachzulassen. Dies müsse aber auch vom Bemühen um eine Verbesserung der Lage in den Herkunftsländern begleitet sein. Dazu gehöre der Kampf gegen Korruption, ausbeuterischen Rohstoffabbau und Waffenhandel.

Papst fordert Kampf gegen Waffenhandel und Korruption: Wegen des humanistischen Ideals, domradio.de, 11.01.2016

GKKE fordert sofortigen Stopp von Waffenexporten in den Nahen Osten

Medienberichten zufolge hat die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) von der Bundesregierung erneut gefordert, Genehmigungen für Rüstungsexporte in den Nahen Osten sofort zurückzunehmen.

Die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien sei abgründig, habe Gertrud Casel von der GKKE gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) erklärt. Außerdem sei Saudi-Arabien kein Stabilitätspartner, sondern heize Konflikte in der Region sogar eher an. Ein anderes Problem sei die Unterstützung von Salafisten und terroristischen Gruppen durch das wahhabitische System in Saudi-Arabien.

Kirchen-Organisation fordert Rüstungsexport-Stopp: Mit deutschen Waffen, domradio.de, 04.01.2016

Patriarch von Jerusalem: Waffenhandel ist das zentrale Problem

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat im Gespräch mit Radio Vatikan den Waffenhandel als zentrales Problem in der derzeitigen Konfliktlage bezeichnet. „Solange es Waffenhandel gibt, gibt es Krieg“, so Twal. Er forderte mehr Respekt vor der menschlichen Würde, mehr Barmherzigkeit untereinander, auch unter den Staaten.

Patriarch von Jerusalem: „Solange es Waffenhandel gibt, gibt es Krieg“, radiovaticana.va, 21.12.2015

Pfarrer Alexander Schleicher kritisiert bei Investiturgottesdienst Waffenhandel

Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, hat der neue Pfarrer der Seelsorgeeinheit Niedereschach, Alexander Schleicher, bei seinem Investiturgottesdienst den Waffenhandel scharf kritisiert. Wer mit Waffen handle oder diese in Umlauf bringe, dürfe sich nicht Christ nennen, habe er gesagt. Für Schleicher sei klar, dass man mit Waffen keinen Frieden schaffen könne.

Niedereschach: Kein Waffenhandel, schwarzwaelder-bote.de, 01.12.2015

Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart: Weltweite Waffenexporte waren gravierende Fehlentscheidung

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart fordert in einer öffentlichen Erklärung eine breite Ursachenerforschung zur Aufarbeitung der weltweiten Terroranschläge und der Fluchtbewegungen. Seiner Ansicht nach tragen die Industrienationen und ihre Bündnisse eine Mitverantwortung für die aktuelle Situation.

"Unsere konsumorientierte Lebensweise, das hemmungslose Vorantreiben wirtschaftlicher und finanzieller Interessen und der weltweite Waffenexport haben sich als gravierende Fehlentscheidungen herausgestellt", heißt es in der Erklärung.

Die Katholikenvertretung fordert ein Durchbrechen der Spirale von Gewalt und Gegengewalt. Politisches Handeln müsse darauf abzielen, friedliche Konfliktlösungen anzustreben, um neue Lebensperspektiven für die Menschen zu eröffnen. Militärisch ausgetragene Konflikte der letzten Jahrzehnte hätte nirgendwo nachhaltig zu Stabilität und Frieden beigetragen.

Erklärung des Diözesanrats: Gegen eine Eskalation von Gewalt, raete.drs.de, 28.11.2015

Gegen eine Eskalation der Gewalt: Diözesanrat mahnt zu besonnenem Handeln, Pressemitteilung, raete.drs.de, 28.11.2015

Siehe auch:

Kardinal Woelki kritisiert Rüstungsexporte

In einem Beitrag in dem Magazin „Adventszeit“ kritisiert der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, die deutschen Waffenexporte scharf.

Der Terror und die Gewalt, vor der viele Menschen flöhen, würden zum Teil ermöglicht, verschärft und verlängert durch unsere Waffenexporte, schreibt Woelki. „Wir exportieren qualitätsvolle, zielgenaue und robuste Waffen in einem großen, noch nicht dagewesenen Umfang“, so Woelki weiter. Allein 2011 sei mit Rüstungsexporten ein Außenhandelsüberschuss von 6,7 Milliarden Euro erwirtschaftet worden. Woelki verweist darauf, dass wir alle daran verdienen. Denn die daraus resultierenden Steuereinnahmen flössen in unseren Straßenbau und in unsere Kindertagesstätten. Diese Kindertagesstätten besuchten nun auch die Kinder, die genau vor den Waffen geflohen sind, aus deren Verkaufsgewinn sie mitfinanziert worden seien. Das sei eine Realität, der wir uns stellen müssten.

Unsere Zeit ist auf Barmherzigkeit angewiesen, Adventszeit 2015, erzbistum-koeln.de

siehe dazu auch:

Kardinal Woelki verschärft Kritik an deutschen Rüstungsexporten: Absurder Wirtschaftskreislauf, domradio.de, 03.12.2015

Kirchen kritisieren Rüstungsexporte in Drittstaaten

Anlässlich der Veröffentlichung des Rüstungsexportberichts 2014 hat die GKKE (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung) zwar den Rückgang der Einzelausfuhrgenehmigungen begrüßt, aber weniger Waffenexporte in sogenannte Drittstaaten gefordert.

Prälat Dr. Martin Dutzmann, der evangelische Vorsitzende der GKKE, kritisierte, dass der Anteil der Exporte in diese Länder mit rund 60 Prozent immer noch ausgesprochen hoch sei. Sein katholischer Amtskollege, Prälat Dr. Karl Jüsten, sieht es als problematisch an, dass auch von den Kleinwaffenexporten 46 Prozent in Drittländer gingen. Außerdem beklagte er die Verdoppelung der Genehmigungen von tatsächlichen Kriegswaffenexporten, von denen auch viele in Drittstaaten gingen.

Die GKKE fordert daher eine deutlich konsequentere Anwendung der Politischen Grundsätze und einen damit einhergehenden Rückgang der Exporte in Drittländer.

GKKE begrüßt Rückgang von Rüstungsexportgenehmigungen, fordert jedoch weniger Exporte an Drittstaaten, Pressemitteilung, 24 .06.2015

Papst Franziskus verurteilt erneut Waffenindustrie und ihre Investoren

Medienberichten zufolge hat Papst Franziskus bei einem Besuch in Turin Waffenproduzenten und deren Geldgeber erneut heftig kritisiert. Wer Waffen herstelle oder in die Waffenindustrie investiere, könne sich nicht als Christ bezeichnen, hat er laut "Spiegel" bei einer Rede vor Jugendlichen gesagt.

Papstbesuch in Turin: Franziskus bittet italienische Protestanten um Vergebung, sueddeutsche.de, 220.6.2015
Papstkritik an Rüstungsbranche: Christen bauen keine Waffen, spiegel.de, 22.06.2015

Ökumenischer Strategietag fordert Minimierung von Waffenexporten

Am 26. Januar trafen sich mehr als 80 Repräsentanten der vier großen Kirchen Baden-Württembergs in Stuttgart auf dem „Ökumenischen Strategietag“, der in diesem Jahr das Thema Rüstungsexporte und Friedensethik zum Schwerpunkt hatte.

Eingeladen hatte die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Wie deren Magazin „DRS. Global“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sprachen sich die Vertreter der Kirchenleitungen bei einer Diskussion gegen deutsche Rüstungsexporte aus und forderten deren Eindämmung. Auch sei eine konzertierte Aktion der Kirchen mit dem Ziel, eine Minimierung von Rüstungsexporten herbeizuführen geplant. Dazu wolle man sich zunächst einmal vernetzen und Gespräche mit Politikern, Gewerkschaften und Unternehmen führen. Zudem sollten die Kirchen Friedensbeauftragte ernennen. Angedacht seien überdies kirchenübergreifende Studientage und 2017 ein gemeinsamer Friedenskongress.

Stopp dem Rüstungswahn: Ökumenischer Strategietag fordert Eindämmung von Waffenproduktion und Rüstungsexporten, DRS.Global, April 2015, S.1

EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm verteidigt Waffenlieferungen in den Irak

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hält nach wie vor die deutschen Waffenlieferungen an die kurdische Peschmerga im Kampf gegen den IS für richtig. Das erklärte er im Interview mit dem "Spiegel."

"Solange aber die Vereinten Nationen ihre Schutzrolle nicht übernehmen, mussten wohl Waffen an die kurdischen Peschmerga geliefert werden", so Bedford-Strohm, der aber, wie er sagt, eine große Zerrissenheit dabei empfinde. Denn in wessen Hände die Waffen einmal kommen, wisse niemand.

EKD-Chef Bedford-Strohm: "Angst zu verbreiten wäre ein Triumph für Terroristen", spiegel.de, 22.03.2015

Siehe auch:

Internationaler Soldatengottesdienst: Kardinal Woelki kritisiert deutsche Rüstungsexporte

Beim internationalen Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag im Kölner Dom am 22. Januar hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki Kritik am Export deutscher Rüstungsgüter geübt.

Viele Menschen weltweit flüchteten vor der Waffengewalt, die mit Kriegsgütern aus der Bundesrepublik verübt werde, erklärte der Erzbischof.

Siehe dazu:

Erzbischof Woelki prangert Waffenexporte an

Erzbischof Rainer Maria Woelki machte in seiner Silvesterpredigt die deutschen Rüstungsexporte mitverantwortlich für das wachsende Flüchtlingselend. Das geht aus Medienberichten hervor.

„Wir exportieren qualitätsvolle, zielgenaue und robuste Waffen in einem großen, noch nicht dagewesenen Umfang, Circa 100.000 Deutsche arbeiten für den Export von Kriegsgütern. (...) Und wir wundern uns dann, wenn einige Opfer von Gewalt an unsere Türen klopfen?“, zitiert ihn beispielsweise das Domradio.

Kardinal Woelki: Christen müssen gegen Stimmungsmache auftreten: "Zu zaghaft und zu leise", domradio.de, 31.12.2014
Woelki kritisiert Pegida scharf, ksta.de, 01.01.2015

Evangelische Landesbischöfin Junkermann kritisiert Waffenexporte

Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk hat die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, in ihrer Weihnachtsbotschaft die deutschen Rüstungsexporte kritisiert. Deutschland müsse seiner Verantwortung gerecht werden, habe sie in Richtung der deutschen Politik gesagt und daran appelliert, statt Waffen mehr Friedensmaßnahmen zu exportieren.

Weihnachtsbotschaften: Kirchenvertreter appellieren an Frieden und Willkommenskultur, mdr.de, 25.12.2014
Weihnachtsbotschaft der Landesbischöfin Junkermann kritisiert Rüstungsexporte, mdr.de, 25.12.2014

Neuer EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm kritisiert Rüstungsexporte

Am 11. November ist der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zum Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Wie der SWR mitteilt, hat er gegenüber dem Evangelischen Pressedienst die deutschen Rüstungsexporte kritisiert. Die weltweiten Konflikte seien so Bedford-Strohm auch dadurch verursacht, dass Deutschland Waffen in Krisenregionen geliefert habe, wo diese dann in falsche Hände geraten seien.

Neuer EKD-Vorsitzender: Bedford-Strohm kritisiert Waffenexporte, swr.de, 11.11.2014

Ökumenische Friedensdekade: Befreit zum Widerstehen

"Befreit zum Widerstehen" ist das Motto der 35. Ökumenischen Friedensdekade. Sie geht in diesem Jahr vom 9. bis 19. November. In dieser Zeit beschäftigen sich Christen bundesweit mit den Themen Rüstungsproduktion und -exporte, Flüchtlingspolitik, gewaltfreie Konfliktbarbeitung und Friedensförderung sowie mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Die Ökumenische Friedensdekade findet seit Anfang der 80er Jahre immer im November während der zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Ihr Trägerkreis besteht aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF).

Termine

Weitere Informationen

Landesbischof Cornelius-Bundschuh und Erzbischof Barakat gegen deutsche Waffenlieferungen in den Irak

Medienberichten zufolge haben sich sowohl der badische evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh als auch der syrische orthodoxe Erzbischof Isaak Barakat gegen die deutschen Waffenlieferungen in die Krisengebiete des Nahen Ostens ausgesprochen.

Landesbischof Cornelius-Bundschuh kritisiert Waffenlieferungen, swr.de, 29.09.2013
Metropolit Barakat: Syrischer Erzbischof gegen Waffenlieferungen, idea.de, 30.09.2014

Bremen: Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche fordert zivile Konfliktbearbeitung statt Waffen und Soldaten

Pastor Martin Warnecke, der Friedensbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, kritisierte Bundespräsident Joachim Gauck heftig für dessen unermüdliches Engagement für deutsche Militäreinsätze.

Am 20. September erklärte Warnecke in seiner Rede auf der zentralen Gedenkveranstaltung zum Beginn des 1. Weltkriegs in Bremen, dass der Bundespräsident versuche, bei den deutschen Bundesbürgern heute wieder eine Akzeptanz für deutsche Kriegsbeteiligungen zur Sicherung von Rohstoffen, Märkten und Transportwegen in aller Welt zu erreichen.

Doch für Deutschland, das zwei Weltkriege begonnen hat, gebe es, so Warnecke, nur eine angemessene Option, und das ist die zivile, die gewaltfreie Option. „Anstatt Soldaten in alle Welt zu schicken, anstatt als weltweit drittgrößter Exporteur von Waffen mit dem Tod zu handeln, gilt es, den Bereich der zivilen und gewaltfreien Konfliktbearbeitung wirksam zu stärken“, sagte Warnecke.

Frieden vorbereiten statt Krieg: Wider Gaucks Plädoyer für deutsche Militäreinsätze, reformiert-info.de, 20.09.2014

Käßmann zu Waffenlieferungen in den Irak: „Es muss auch ein Nein erlaubt sein“

Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau erklärte die Theologin Margot Käßmann, die auch Schirmherrin der Aufschrei-Kampagne ist, dass sie Waffenlieferungen an die Kurden im Irak ablehnt. Diese Waffenlieferungen seien keine angemessene Lösung gegen die Terroristen des „Islamischen Staates“ im Irak und Syrien, so Käßmann.

Margot Käßmann Mouhanad Khorchide "Waffen liefern" ist zu einfach, fr-online.de, 19.09.2014

Siehe dazu auch: Interview „Es gibt keinen heiligen Krieg“, ksta.de, 26.09.2014

Kardinal Maradiaga gegen Waffenlieferungen in den Irak

Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (kna) mitteilt, hat sich der Präsident von Caritas Internationalis, Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, bei einem Caritas-Treffen im Vatikan am 15. September, gegen Militäreinsätze im Irak ausgesprochen.

Der einzige Weg zum Frieden in der Region bestehe im Entschluss aller involvierten Regierungen, keine Waffen mehr in die Region zu liefern, sagte Maradiaga laut der kna und er forderte, statt Militär mehr humanitäre Hilfe in die Region zu schicken.

Kardinal Maradiaga gegen Militärschläge im Irak, katholisch.de, 15.09.2014

Kardinal Woelki: Waffenlieferungen nur als „ultima ratio“

Medienberichten zufolge hält Kardinal Rainer Maria Woelki die Lieferung deutscher Waffen in den Irak für ethisch vertretbar – allerdings nur bedingt. Sie sollten nur das letzte Mittel sein, habe der künftige Kölner Erzbischof in einem Interview erklärt.

Dabei müsse, so Woelki, gewährleistet werden, dass die Rüstungsgüter nur begrenzt geliefert und nach einem möglichst schnellen Ende des Konflikts wieder aus dem Land herauskommen.

Kardinal Woelki über Waffenlieferungen in den Irak: "Mit Waffen kann man keinen Frieden schaffen", domradio.de/KNA, 14.09.2014

Papst Franziskus wendet sich mit scharfen Worten gegen "Geschäftemacher des Krieges"

Bei einer Friedensmesse im Gedenken an Gefallene des Ersten Weltkriegs und an die Opfer aller Kriege prangerte Papst Franziskus am 13. September im norditalienischen Friaul Medienberichten zufolge den Waffenhandel und die Kriegstreiber an.

Vor über 10.000 Gläubigen habe er während der Gedenkmesse erklärt, dass wie 1914 auch heute noch Kriege durch geopolitische Pläne, Geldgier, Machthunger und die Interessen der Waffenindustrie entstünden.

Papst bei Gedenkfeier zum 1. Weltkrieg: „Krieg ist Wahnsinn“, radiovaticana.va, 13.09.2014
Franziskus betet für die Opfer der Kriege: Papst prangert Waffenhandel an, tagesschau.de, 13.09.2014
Papst Franziskus betet für Kriegsopfer: "Krieg zerstört das Schönste", domradio.de, 13.09.2014
Papst gedenkt der Toten des Ersten Weltkrieges, dw.de, 13.09.2014
Besuch am Monument "Sacrario di Redipuglia": Papst verurteilt Kriegshetze und Waffenhandel, rp-online.de, 13.09.2014

Landesbischof Bedford-Strohm für Waffenlieferung an irakische Kurden

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm befürwortet laut einem Abendschaubericht des Bayerischen Fernsehens die Belieferung der kurdischen Peschmerga mit deutschen Waffen. Zusätzlich fordert er, wie dem Beitrag zu entnehmen ist, die Einrichtung einer UN-Schutzzone in dem umkämpften Gebiet und die Aufnahme von Flüchtlingen.

Landesbischof befürwortet Waffenlieferung, Abendschau, BR, ardmediathek.de, 10.09.2014

Prälat Jüsten: Waffenlieferungen als Ultima Ratio

Der katholische Prälat Karl Jüsten sprach mit den Stuttgarter Nachrichten über die christliche Friedensethik. Er forderte dabei eine weitere Restriktion der Rüstungsexporte. Im Kampf gegen den IS sehe er aber keine andere Lösung als Waffenlieferungen.

Deutsche Waffenexporte „Handeln heißt, Risiken einzugehen“, stuttgarter-nachrichten.de, 08.09.2014

Irakischer Weihbischof Warduni: Es sind die Waffen, die erst das Böse schaffen

Weihbischof Shlemon Warduni, der Vertreter des chaldäischen Patriarchats von Bagdad, hat sich gegenüber Radio Vatikan gegen Waffenlieferungen aus dem Ausland ausgesprochen.

„Als erstes muss der Waffenhandel aufhören. Es sind die Waffen, die das Böse erst schaffen“, erklärte er. Die IS-Terroristen seien nur mit Waffen stark. Ansonsten könnten sie gegen die Sicherheitskräfte Iraks oder Kurdistans nichts tun. „Man muss unterbinden, dass die Waffen zu ihnen kommen.“ Schlimmer als die Terrorgruppe seien, so Warduni, ihre Unterstützer. Die UNO, Europa und die USA müssten sich mit diesen Geldgebern auseinandersetzen, sie gehörten aus der internationalen Gemeinschaft ausgeschlossen.

Irak: „Wir haben geschrien und keiner hat gehört", radiovaticana.va, 01.09.2014

Waffenlieferungen in den Irak: Unterschiedliche Stimmen aus den Kirchen

Was die Ausstattung irakischer Kurden mit deutschen Waffen betrifft, haben die Kirchen in Deutschland keine einheitliche Position. Inzwischen erhalten die Waffenlieferungen allerdings immer mehr kirchliche Zustimmung.

"Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen", frankenpost.de, 04.09.2014
Kirchenvertreter uneinig über Waffenlieferung an Kurden,
evangelisch.de/epd, 31.08.2014
EKD-Ratsvorsitzender: Waffen an Irak sind "Nothilfe", zeit.de, 28.08.2014
Kampf gegen IS im Irak Bischöfe streiten über Waffenlieferungen, tagesspiegel.de, 28.08.2014
Kampf gegen IS im Irak Bischöfe streiten über Waffenlieferungen, tagesspiegel.de, 28.08.2014
Kirchen sind sich uneins über Waffenlieferungen, badische-zeitung.de/dpa, 27.08.2014
Waffenlieferungen in den Irak Zuspruch auch von der Kirche, br.de, 26.08.2014
Deutsche Bischofskonferenz stützt Waffenlieferungen an Kurden, n-tv.de, 25.08.2014
"Ich würde Waffenlieferungen nicht verurteilen", ndr.de, 23.08.2014
Irak: "Wir brauchen dort nicht mehr Waffen", deutschlandradiokultur.de, 13.08.2014

EKD-Friedensbeauftragter Brahms: Waffenlieferungen an irakische Kurden sind falsch

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hält die Lieferung von Waffen an die kurdische Peschmerga für falsch. Deutschland solle sich stattdessen um die Flüchtlinge kümmern und humanitäre Hilfe leisten.

Das schreibt Brahms in einem Artikel in dem Online-Portal „evangelisch.de“. Deutschland habe sich zu einer Rüstungsexportpolitik verpflichtet, die Lieferungen in Kriegs- und Krisenregionen ausschließt, erklärt er und er fordert, dass die Bundesregierung daran festhalten sollte. „Die Richtung einer restriktiveren Rüstungsexportpolitik ist langfristig der richtige Weg“, so Brahms.  Außerdem sei die Finanzierung und Ausrüstung der "IS" durch Saudi-Arabien und Katar ist ein Skandal. Deshalb müssten auch Rüstungsexporte an diese Staaten beendet werden, fordert Brahms.

EKD-Friedensbeauftragter: Keine Waffen in den Irak!, evangelisch.de, 14.08.2014

Erzbischof Ludwig Schick fordert Waffenexportstopp in Krisenregionen

Der katholische Erzbischof Ludwig Schick hat sich im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im Irak gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erneut für einen Stopp der Waffenexporte in Krisenregionen ausgesprochen.

Denn Extremisten benutzten hochmoderne Waffen, die in westlichen Ländern hergestellt werden, so Schick zu der Nachrichtenangentur.

Schick: Militärischer Einsatz verantwortbar, katholisch.d/kna, 11.08.2014

Margot Käßmann spricht sich gegen jegliche Rüstungsexporte aus

Margot Käßmann, die Schirmherrin der Aktion Aufschrei, hat gegenüber dem „Spiegel“ die deutsche Rüstungsexportpolitik heftig kritisiert und sich für einen Verzicht auf jegliche Rüstungsexporte ausgesprochen – auch an Nato-Staaten und befreundete Länder.

Es stehe Deutschland gut an zu sagen, wir exportieren Frieden und nicht Rüstung, sagte die Theologien zu dem Magazin. Außerdem plädierte sie für eine Abschaffung der Bundeswehr.

Käßmann für Abschaffung der Bundeswehr, spiegel.de, 10.08.2014

Bischöfe fordern ein Ende des Rüstungsexports in Krisengebiete

Bei einem Gottesdienst in Stuttgart zur Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren haben sich der evangelische Landesbischof Frank Otfried July und der katholische Bischof Gebhard Fürst gegen Rüstungsexporte in Krisengebiete ausgesprochen.

„Hören wir nicht auf, gegen die Gewalt und den Tod in dieser Welt zu protestieren, wo immer diese ihr Unwesen treiben“, sagte Frank Otfried July am 4. August in der Stiftskirche in Stuttgart. Er erinnerte auch daran, dass der Teufelskreis aus Gewalt, Vertreibung und Tod durch Waffen aus Deutschland beschleunigt werde. Das treffe auch besonders viele Christen im Nahen Osten. „Wir wollen eine Friedens- und keine Waffenschmiede sein“, erklärte er und sprach sich für eine deutliche Aufstockung der Gelder für zivile Friedensprojekte und -strukturen aus.

Der katholische Bischof Gebhard Fürst erklärte dazu: „Wachsam sein heißt, Rüstungsexporte in Krisen- und Konfliktgebiete zu unterbinden und die unbeteiligte Zivilbevölkerung zu schützen.“.

Nicht aufhören, gegen Gewalt und Tod zu protestieren. Bischöfe fordern ein Ende des Rüstungsexports in Krisengebiete, Pressemitteilung, Evangelische Landeskirche in Württemberg, elk-wue.de, 04.08.2014

EKD-Friedensbeauftragter Brahms: Wirtschaftsminister Gabriel auf richtigem Weg

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Renke Brahms hat sich in der Frage von Rüstungsexporten hinter Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gestellt. Gabriels Plan, die Richtlinien zur Genehmigung von Waffenlieferungen künftig schärfer auszulegen, sei der richtige Weg, sagte Brahms zum Evangelischen Pressedienst (epd).

Rüstungsexporte: EKD-Friedensbeauftragter stärkt Gabriel den Rücken, landeskirche-hannover.de/epd, 28.07.2014

Erzbischof Schick: Waffenhandel vergrößert Kriegsgefahr

Wie die Katholische Nachrichtenagentur mitteilt, forderte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick die Produktion und den Handel mit Waffen einzuschränken und nicht auszuweiten. Denn sie vergrößerten die Kriegsgefahr. Arbeitsplätze müssten durch eine solche Einschränkung nicht verloren gehen, wenn die Betriebe umgerüstet würden, um „Friedensinstrumente“ herzustellen.

Schick: Handel mit Waffen einschränken, katholisch.de/kna, 28.07.2014
Erzbischof Schick fordert Reduktion der deutschen Waffenindustrie
, radiovaticana.va, 28.07.2014

Margot Käßmann: Kritik an Rüstungsexporten

Margot Käßmann, die Schirmherrin der Aufschrei-Kampagne, hat laut dem Südwestrundfunk in einer Predigt im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd die deutschen Rüstungsexporte kritisiert.

Die evangelische Theologin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche habe dabei bemängelt, dass Deutschland immer mehr Waffen verkaufe und mittlerweile auf Rang drei der größten Waffenexporteure der Welt stehe, so der SWR.

Schwäbisch Gmünd  Käßmann kritisiert Rüstungsexporte, swr.de, 19.07.2014

Papst verurteilt erneut weltweiten Waffenhandel: „Händler des Todes“

Papst Franziskus hat Medienberichten zufolge erneut die weltweite Rüstungsindustrie verurteilt. Diejenigen, die Waffen herstellten, um Krieg zu schüren, seien "Händler des Todes", habe der Papst bei seiner Generalaudienz am 11. Juni 2014 auf dem Petersplatz. gesagt. Waffenhersteller würden einmal von Gott zur Rechenschaft gezogen und – ebenso wie Korrupte und Machtgierige – niemals glücklich sein, weder hier auf Erden noch im Jenseits.

Papst prangert Waffenhandel und Ausbeutung von Kindern an, kathweb.at, 11.06.2014
Papst: „Waffenhersteller: was ist denn das für ein Beruf?“
, radiovaticana.va, 11.06.2014

Margot Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte scharf

In einem Interview mit der Bild am Sonntag hat die evangelische Theologin Margot Käßmann, Schirmherrin der Aufschrei-Kampagne, Medienberichten zufolge deutsche Waffenexporte scharf kritisiert und ein Ende der Rüstungsproduktion in Deutschland gefordert.

Dabei entkräftete sie das Argument des Wirtschaftswachstums bei Rüstungsexporten und forderte als ersten Schritt eine öffentliche Diskussion im Bundestag über alle Rüstungsexportgenehmigungen und eine starke Begrenzung der Empfängerländer.

„Gott ist nicht Spiderman“, bild.de, 07.06.2014 (kostenpflichtiger Artikel)
„Unhaltbarer Zustand“: Käßmann fordert Ende der deutschen Rüstungsproduktion, faz.net, 08.06.2014
Käßmann: "Ich möchte ermutigen, zufrieden zu sein", abendblatt.de, 08.06.2014
Käßmann fordert Ende der deutschen Rüstungsproduktion: Theologin schlägt Verlagerung der Arbeitsplätze vor, yahoo.com/afp, 08.06.2014

Ökumenischer Pfingstweg thematisiert deutsche Waffenexporte

Unter dem Motto „Selig, die Frieden stiften“ findet am Pfingstsonntag, dem 8. Juni, ab18 Uhr am Brandenburger Tor der ökumenische Pfingstweg der Kirchen statt. Dazu lädt der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) alle ein, „die sich der Sorge und dem Gebet um den Frieden in Europa und in der Welt anschließen möchten“.

Zu Beginn des Pfingstweges werden laut der Einladung des ÖRBB Kardinal Woelki, Bischof Dröge, Dekan Ulf-Martin Schmidt und Erzbischof Feofan (angefragt) sprechen. Dabei werde nicht verschwiegen, dass Deutschland nach wie vor zu den größten Rüstungsexporteuren in der Welt gehöre. Allein in den ersten vier Monaten diese Jahres seien Einzelgenehmigungen zur Ausfuhr von Rüstungsgütern im Gesamtwert von fast 1,2 Milliarden Euro erteilt worden. Die Ausfuhren an kritische Drittländer, die nicht der EU und der NATO angehören, seien sogar noch gestiegen.

Anschließend geht es weiter zur St. Hedwigs-Kathedrale, wo mit einer ökumenischen Andacht und einem internationalen Chorkonzert die 14. Nacht der offenen Kirchen (NOK) eröffnet wird.

Einladung zum Ökumenischen Pfingstweg der Kirchen als PDF

Badischer Landesbischof in spe: Kirche muss sich gegen Rüstungsexporte und für gewaltfreie Lösung von Konflikten einsetzen

Der künftige evangelische Landesbischof von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, hat in einem Interview mit dem Badischen Tagblatt erklärt, dass die Kirchen in der Friedensfrage einen besonderen Auftrag hätten. Einerseits fordern sie ein Rüstungsexportverbot, da Rüstungsexporte falsch seien und zu einer weltweiten Militarisierung von Konflikten führten. „Mit dem Export von Kleinwaffen in Krisengebiete sollten deutsche Unternehmen kein Geld verdienen,“ erklärte Cornelius-Bundschuh gegenüber dem Badischen Tagblatt.

Andererseits geht es aber, so Cornelius-Bundschuh, um mehr, denn Jesus rufe uns zur Feindesliebe. Darauf könne man reagieren, indem man gewaltfreie Formen der Konfliktbewältigung einübe.

"Das Leben ist nicht nur ein Event", badisches-tagblatt.de, 24.05.2014

Siehe auch:
Neuer Landesbischof in Baden: Cornelius-Bundschuh ist gegen Rüstungsexporte, ka-news.de, 29.05.2014

Papst verurteilt internationalen Waffenhandel

Papst Franziskus hat in den vergangenen Wochen mehrfach die weltweiten Rüstungsexporte angeprangert.

So rief er laut einem Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur in einer Rede vor den neuen Botschaftern im Vatikan Mitte Mai die internationale Gemeinschaft zu einem entschiedenen Vorgehen gegen den Waffenhandel auf. Einerseits erklärten alle, sie wollten Frieden; so der Papst, andererseits bewirkten sie mit dem Verkauf von Waffen das Gegenteil.

Auch zum Abschluss der ersten Etappe seiner Nahost-Reise, am 24. Mai, thematisierte Papst Franziskus den internationalen Waffenhandel – und zwar im Hinblick auf den syrischen Bürgerkrieg. Das geht aus einem Bericht der Katholischen Presseagentur Österreich hervor. Seit drei Jahren werde Syrien durch einen "brudermörderischen Konflikt" zerfleischt, habe der Papst gesagt. Wurzel dieses Übels seien Hass und "die Geldgier der Waffenhersteller und des Waffenhandels". Man müsse "für diese armseligen Leute beten, damit sie sich bekehren".

Pilgerort Al-Maghtas: Papst geißelt weltweiten Waffenhandel, kathweb.at, 24.05.2014
Papst verurteilt Waffenhandel, katholisch.de, 15.05.2014

Tagung zum Thema Kirche und Rüstung in Bad Boll

Am 8. und 9. Mai fand in der Evangelischen Akademie Bad Boll eine Tagung zum Thema „Kirche und Rüstung“ statt.

Laut einem Bericht darüber auf der Website der Evangelischen Landeskirche in Württemberg kamen die Tagungsteilnehmer unter anderem zu dem Schluss, dass Alternativen zum Rüstungsexport bekannter gemacht und Kontakte zu Gewerkschaften und Unternehmen gesucht werden sollten. Außerdem wurde vorgeschlagen, dass für das Thema Rüstungsexporte auf dem Kirchentag, im Gebet und beim Gottesdienst Raum sein sollte. Zudem könnte die Landeskirche eine Studie zu Rüstungsexporten in Baden-Württemberg anregen und sich als mahnende Stimme bei dem Thema begreifen. Auch zum Thema des Kleinwaffenexportes und der Waffenlizenzen solle sie eine klare Haltung einnehmen.

Boller Forum diskutiert Rüstungsexporte. elk.wue.de, 15.05.2015

EKD-Friedensbeauftragter: Steigender Export von Kleinwaffen ist Skandal

Der kürzlich bekannt gewordene massive Anstieg der Kleinwaffenexporte im Jahr 2013 ist bei dem Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Renke Brahms, auf scharfe Kritik gestoßen.

Das geht aus einer Pressemitteilung der EKD hervor. Darin bezeichnet Brahms diese Entwicklung als einen Skandal. Kleinwaffen seien ebenfalls eine Form von Massenvernichtungsmitteln. „Weltweit fallen mehr Menschen den Kleinwaffen zum Opfer als schweren Waffen“, warnte der EKD-Friedensbeauftragte. Darum müssten die Exporte drastisch eingeschränkt und nicht ausgeweitet werden. Zudem forderte er, dass der Deutsche Bundestag ein größeres Mitspracherecht bei diesen Exporten erhalte. Auch eine Verbandsklage zivilgesellschaftlicher Organisationen gegen Rüstungsexporte sei sinnvoll.

Kritisch äußerte sich Brahms auch zu den steigenden Ausfuhren von Kleinwaffen gerade in arabische Länder. „Es wird höchste Zeit, dass die Menschenrechtslage in diesen Ländern eine größere Beachtung bei Exportgenehmigungen erfährt“, betonte er.

EKD-Friedensbeauftragter: Steigender Export von Kleinwaffen ist ein Skandal, Pressemitteilung des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, 12.05.2014

Ökumenische Versammlung 2014 für sofortigen Stopp von Rüstungsexporten

Vom 30. April bis 4. Mai 2014 fand in Mainz eine Ökumenische Versammlung statt. Laut den Veranstaltern kamen dort weit mehr als 500 Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen, um sich in Workshops, Vorträgen und Diskussionsforen mit den aktuellen Problemen der kapitalistischen Wirtschafts- und Lebensweise zu beschäftigen.

In der von ihnen verabschiedeten „Mainzer Botschaft: Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung“ fassen die Teilnehmer der Versammlung die Ergebnisse ihrer Diskussionen zusammen. Sie kommen darin zu dem Schluss, dass „diese Wirtschaft tötet“ und die Menschen „sich in einer zerstörerischen Spirale der Gewalt“ befinden. Daher setzen sie sich nicht nur unter anderem für eine weltweite solidarische Sicherung der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen, einen gerechten Zugang zu den Ressourcen und eine Geldschöpfung in öffentlicher Hand nach demokratisch gefassten Regeln sowie für die Abkehr vom Wachstumsdogma und das Ende der Ausbeutung der Mitwelt ein, sondern auch für einen sofortigen Stopp von Rüstungsexporten, einen Militärausstieg und die Anerkennung von gewaltfreier Kommunikation und ziviler Konfliktbearbeitung als Lebensmaxime.

Mainzer Botschaft der Ökumenischen Versammlung 2014 „Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung“, oev2014.de

Offene Kirche wird Aktionsbündnis der Aufschrei-Kampagne beitreten

Am 15. März hielt die Offene Kirche (OK), eine kirchenpolitische Vereinigung innerhalb der Evangelischen Kirche, ihre Jahres- und Mitgliederversammlung in Stuttgart ab. Dabei ging es, wie die OK berichtet, auch um Rüstungsexporte. Paul Russmann, Sprecher der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! und Geschäftsführer von Ohne Rüstung Leben (ORL), habe dabei einen Vortrag über deutsche Waffenexporte und die Rüstungsexportpolitik der Bundesrepublik gehalten. Dabei habe er auch die Arbeit der Aufschrei-Kampagne erwähnt.

In der anschließenden Mitgliederversammlung hat die OK, so heißt es weiter, beschlossen, dem Aufschrei-Bündnis beizutreten. Außerdem habe man eine Resolution verabschiedet, in der die Evangelische Landeskirche in Württemberg aufgefordert werde, sich am „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ aus christlicher Verantwortung zu beteiligen.

OK-Mitgliederversammlung 2014, offene-kirche.de, 15.03.2014
Waffenhandel - wie Baden-Württemberg am Krieg verdient: Vortrag, Auseinandersetzung und Mitgliederversammlung, offene-kirche.de, 17.03.2014

Veranstaltungshinweis: Tagung zum Thema „Kirche und Rüstung“ in Bad Boll

Die Evangelische Landeskirche Württemberg möchte eine friedensethische Positionierung zum Thema Rüstungsexporte entwickeln. Dazu findet vom 8. bis 9. Mai 2014 in der Evangelischen Akademie Bad Boll eine Tagung unter dem Titel „Kirche und Rüstung - Auf dem Weg zu einer landeskirchlichen Stellungnahme zu Rüstungsexporten“ statt. Hier sollen verschiedene Ideen und Gesichtspunkte für eine zukünftige friedensethische Ausrichtung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg diskutiert und zusammengetragen werden.

Bad Boll: „Kirche und Rüstung - Auf dem Weg zu einer landeskirchlichen Stellungnahme zu Rüstungsexporten“, 08.05.2014 - 09.05.2014, ev-akademie-boll.de

Detailprogramm als PDF

Christliche Analysen zur neuen Rüstungsexportpolitik der Schweiz

Kürzlich hat die Schweiz ihre Regeln für Rüstungsexporte gelockert. Künftig darf Kriegsmaterial auch in Krisenländer geliefert werden – also zum Beispiel auch in Spannungsgebiete oder in Länder, in denen Menschenrechte systematisch verletzt werden.

Aus christlicher Sicht ist das nicht akzeptabel, wie Thomas Wallimann-Sasaki, der Leiter des Sozialinstitutes der Katholischen ArbeiterInnen-Bewegung der Schweiz (KAB) in einer ethischen Beurteilung darlegt.

Benachteiligung der Schweizer Sicherheitsindustrie beseitigen. Eine ethische Beurteilung der Motion aus christlicher Sicht, Dr. theol. Thomas Wallimann-Sasaki, Sozialinstitut KAB, Zürich, 17.02.2014

Schon im Jahr 2009 hatte die schweizerische Laienkommission der Katholischen Kirche, Justitia et Pax, eine Stellungnahme zu Rüstungsexporten abgegeben und sich aus ethischen Gründen für ein Verbot von Rüstungsexporten ausgesprochen.

Stellungnahme zur Exportverbotsinitiative für Kriegsmaterial, juspax.ch, 23.06.2009

Weitere Informationen zu der neuen Rüstungsexportpolitik der Schweiz:
Stichentscheid für Rüstungsindustrie: Parlament schmiert Schweizer Waffenexporte, nzz.ch, 06.03.2014
Waffenhandel: Schweiz erlaubt Rüstungsexporte in Krisenländer, spiegel.de, 06.03.2014
Christen machen mobil gegen Lockerung der Waffenexporte, srf.ch, 05.03.2014

Landesbischof der Nordkirche fordert in Weihnachtspredigt Stopp der Waffenexporte

Gerhard Ulrich, der Landesbischof der evanglisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), hat in seiner Weihnachtspredigt am 25. Dezember im Lübecker Dom laut einem Bericht des Hamburger Abendblattes unter anderem einen Stopp der Waffenexporte gefordert.

Landesbischof Ulrich fordert Stopp der Waffenexporte aus Deutschland, abendblatt.de, 25.12.2013

Die Weihnachtspredigt von Ulrich im Wortlaut

Resolution der EKHN: Exportverbot für Kleinwaffen gefordert

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat, wie sie mitteilt, auf ihrer Herbsttagung in Frankfurt am Main unter dem Titel „Rüstungsexporte tragen zur Friedensgefährdung bei“ eine Resolution zum Thema Waffengeschäfte verabschiedet. Der Grund dafür war der am 20. November vom Bundestag beschlossene Rüstungsexportbericht 2012.

In ihrer Resolution fordern die Delegierten unter anderem mehr Transparenz und parlamentarische Kontrolle sowie restrikitvere Gesetze bei Rüstungsexporten, die Einstellung von Rüstungsexporten an kriegführende Staaten und in Konfliktregionen und ein Exportverbot für Kleinwaffen.

Die EKHN ist Mitglied im Aktionsbündnis der Aktion-Aufschrei-Kampagne. Der Synodentext soll, so die EKHN, Gemeinden und evangelische Einrichtungen ausdrücklich dazu ermutigen, das Thema Rüstungsexporte in Veranstaltungen, Aktionen und Gottesdiensten aufzunehmen.

Rüstungsexporte: Resolution verabschiedet: Waffengeschäfte gefährden Frieden, ekhn.de, 20.11.2013

Evangelische Kirche: Friedensbeauftragter fordert drastische Einschränkung des Kleinwaffenexports

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschlands, Renke Brahms, übt scharfe Kritik an der Rüstungsexportpraxis der Bundesregierung. Im Interview mit der Nordwest-Zeitung bezeichnet er die im Rüstungsexportbericht 2012 bekannt gewordene Verdoppelung der Exportgenehmiung für Kleinwaffen im Vergleich zum Vorjahr als skandalös. Zudem fordert er eine drastische Einschränkung des Waffenexports - besonders in sogenannte Drittstaaten.

„Deutschland trägt zum Elend bei“: EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms kritisiert gestiegenen Handel mit Kleinwaffen, nwzonline.de (Nordwest-Zeitung), 25.11.2013

Katholische Kirche: Mehr Transparenz und Mitbestimmung bei Waffenexporten

Im Gespräch mit Radio Vatikan hat Prälat Karl Jüsten, der Leiter des katholischen Büros in Berlin, mehr Transparenz für Waffenexporte gefordert. Außerdem müsste, so Jüsten, das Parlament aktiv in die Entscheidungen einbezogen werden.

Kirche fordert mehr Transparenz für Waffenexporte, radiovaticana.va, 17.11.2013

Evangelische Kirche in Deutschland fordert restriktive und transparente Rüstungsexportpolitik

Auf ihrer 6. Tagung, die vom 7. bis 13. November in Düsseldorf stattfand, hat die 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einen Beschluss zu Rüstungsexporten gefasst. Darin fordert sie eine restriktive und transparente Rüstungsexportpolitik mit angemessenen parlamentarischen Kontrollmöglichkeiten. Dabei müsse die Gewährleistung der Menschenrechte, die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Vorbeugung von Gewalt als Entscheidungskriterien verbindlich umgesetzt werden.

Außerdem unterstützt die Synode die Forderung, für Exporte von Rüstungsgütern und -dienstleistungen deutscher Unternehmen grundsätzlich keine Bürgschaften zu übernehmen, und bittet Bundestag und Bundesrat, den UN-Waffenhandelsvertrag zügig zu ratifizieren und umzusetzen.

Beschluss der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 6. Tagung zu Rüstungsexporten, ekd.de, 13.11.2013

Kirchen fordern: Deutschland soll mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen und Waffenzufluss stoppen

In einem Bericht der Tagesschau fordern der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der stellvertretende Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Norbert Trelle, beim Besuch eines syrischen Flüchtlingslagers nicht nur, dass Deutschland mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen müsse, sondern auch einen Stopp des Waffenzuflusses. Deutschland gehöre zu den großen Waffenlieferanten und könne auch auf diese Weise dazu beitragen, dass nicht weiter Öl ins Feuer gegossen werde.

Kirchen wollen mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen: "10.000 wären angemessen", tagesschau.de, 03.11.2013

Badische Landeskirche fordert: „Export von Kriegswaffen einstellen“

Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche in Baden (badische Landessynode) hat in Bad Herrenalb unter dem Titel „Kirche des gerechten Friedens werden“ ein Papier zur Friedensethik beschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der badischen Landeskirche hervor. Darin erklärt sie, dass sie sich künftig sowohl in der Politik als auch innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland für die gewaltfreie Konfliktbewältigung stark machen werde.

Außerdem ruft sie Bundestag und Bundesregierung dazu auf, beim Export von Kriegswaffen die gesetzlichen Regelungen einzuhalten und die Entscheidungen des Bundessicherheitsrats transparent zu machen. Sie fordert, dass die Ausfuhr von Kriegswaffen mittelfristig ganz eingestellt werden müsse.

Landeskirche setzt sich für zivile Konfliktbewältigung ein, Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche Baden, www.ekiba.de, 24.10.2013

Der Beschluss im Wortlaut: Friedensethik Beschluss der evangelischen Landeskirche in Baden

Bischöfin Junkermann: Appell für Einsatz gegen Produktion und Export von Waffen

Anlässlich des Tages der deutschen Einheit hat die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann den Einsatz Deutschlands gegen die Produktion und den Export von Kriegswaffen und für einen gerechten Frieden gefordert. Deutschland könne ein Vorbild dafür sein, dass sich Konflikte gewaltfrei lösen lassen, erklärte sie laut dem Evangelischen Pressedienst.

Bischöfin ruft zu Verzicht auf Waffenexporte auf, mz-web.de (Mitteldeutsche Zeitung)/dpa, 01.10.2013
Bischöfin Junkermann würdigt Herbst 1989 in der DDR
, ekmd.de/epd, 02.102.2013

Vatikan kritisiert Waffenhandel der Industrienationen

Einem Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur zufolge hat ein Vertreter des Vatikan, Erzbischof Silvano Tomasi, den Waffenhandel der Industrienationen scharf kritisiert und der UN mangelnde Anstrengungen zur Eindämmung des Waffenhandels vorgeworfen.

Vatikan: Staatengemeinschaft tut zu wenig gegen Waffenhandel - Weniger Waffen, mehr Frieden, domradio.de/KNA, 09.09.2013

BDKJ: Mittel der zivilen Konfliktlösung in Syrien anwenden

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der auch Mitglied im Aktionsbündnis der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ ist, lehnt laut Presseberichten einen Militäreinsatz in Syrien ab und fordert den Stopp aller Rüstungsexporte nach Syrien.

»Wir rufen aus dem Glauben heraus zu Protesten auf«, jungewelt.de, 29.08.2013
Katholische Jugend gegen Militäreinsatz in Syrien
, kathnews.de, 29.08.2013

EKHN kritisiert Panzergeschäft mit Katar

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat in einer Pressemitteilung den jüngsten Verkauf deutscher Panzer in das Emirat Katar scharf gerügt.

„Ökonomische Gründe scheinen in der Genehmigungspraxis des Bundessicherheitsrats immer gewichtiger zu sein als die eigentlich gebotene Zurückhaltung bei Waffenlieferungen in Krisenregionen“, kritisiert Ulrike Scherf, die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der EKHN. Die Bundesregierung orientiere ihre Rüstungsexportpolitik offenbar, so Scherf, nur an außenwirtschaftlichen und industriepolitischen Gesichtspunkten; Friedens- und entwicklungspolitische Aspekte würden vernachlässigt.

Zur Pressemitteilung der EKHN

Evangelische Kirche fordert erneut mehr Kontrolle bei Waffenexporten

Wie aus einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) hervorgeht, hat der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Nikolaus Schneider an Pfingsten seine Kritik an der deutschen Rüstungsexportpraxis bekräftigt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion habe Schneider unter anderem ein höheres Maß an parlamentarischer Kontrolle und an Transparenz gefordert, insbesondere müsse die Produktion und der Export von Handfeuerwaffen stärker in den Focus gerückt werden. Auch eine Konversion sei möglich.

EKD-Ratsvorsitzender Schneider fordert mehr Kontrolle bei deutschen Waffenexporten, epd.de, 21.05.2013

Bischöfe tief besorgt über deutsche Waffenexporte

Wie das Bistum Fulda in einer Pressemitteilung vom 14. Mai 2013 erklärt, haben der katholische Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, in einem gemeinsamen Brief an die hessischen Abgeordneten in Bundestag und Landtag sowie an die Gemeinden beider Kirchen ihre tiefe Sorge über die deutschen Rüstungsexporte zum Ausdruck gebracht. Sie weisen in dem Schreiben unter anderem darauf hin, dass eine deutliche Abkehr von dem Grundsatz, deutsche Waffen nicht in Spannungsgebiete zu liefern, festzustellen sei und werben auch um Unterstützung der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“.

Zur Pressemitteilung des Bistums Fulda. Hier kann auch der Brief in voller Länge heruntergeladen werden.

Rüstungsexporte: Evangelische Kirche fordert parlamentarische Mitbestimmung

Angesichts der kürzlich bekannt gewordenen und höchst umstrittenen Lieferung deutscher Panzer nach Indonesien hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mehr Transparenz und einen Parlamentsvorbehalt bei Rüstungsexporten gefordert. In einem Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk sagte Renke Brahms, der Friedensbeauftragte der EKD, Deutschland habe gerade in der UNO-Vollversammlung einem großen internationalen Waffenhandelsabkommen zugestimmt, in dem mehr Transparenz in solchen Entscheidungen gefordert wird. Diese Beschlüsse müsse Deutschland jetzt schleunigst umsetzen.

Rüstungsexporte: EKD fordert mehr Transparenz, Interview mit Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD, NDR Info, 08.05.2013

34. Evangelischer Kirchentag: EKD kritisiert Waffenhandel

Während des 34. Evangelischen Kirchentags in Hamburg wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Kritik an deutschen Waffenexporten geübt.

So hat der EKD-Friedensbeauftragte, Renke Brahms, dort laut ekd.de darauf hingewiesen, dass es ein Skandal sei, dass Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt sei. Brahms habe zudem gefordert, dass die evangelischen Gemeinden in Deutschland das Thema Frieden wieder mehr in den Mittelpunkt rücken sollten und die Politiker ein neues Rüstungskonversionsprogramm aufsetzen müssten.

Siehe dazu: EKD-Beauftragter: Friedensthema muss wieder in Mittelpunkt rücken, ekd.de, 03.05.2013

Auch der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, betonte im Rahmen des Evangelischen Kirchentags, dass Waffenexporte in so genannte Drittstaaten nicht der Friedenssicherung dienen, sondern eine Friedensgefährdung darstellen. Er zeigte verschiedene evangelische Positionen zu friedensethischen Fragen auf. Gemeinsam sei diesen ein substantieller Katalog von politischen und rechtlichen Forderungen, wie unter anderem nach Transparenz der politischen Entscheidungen sowie nach einer parlamentarische Kontrolle bei deutschen Rüstungsexporten.

Mehr unter: Krieg als Geschäft" - eine Bewertung deutscher Rüstungsexporte in ethischer Perspektive, Nikolaus Schneider, ekd.de, 03.05.2013

34. Evangelischer Kirchentag: Krieg als Geschäft

"Krieg als Geschäft" lautete der Titel einer Podiumsdiskussion beim 34. Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Dabei diskutierte die Journalistin Ines Pohl mit dem Rüstungsexperten Andrew Feinstein, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands für Deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Georg Wilhelm Adamowitsch und Jan Grebe vom Bonner Internationalen Konversionszentrum (BICC) über fehlende Transparenz bei Rüstungsexporten. mehr

34. Evangelischer Kirchentag: Kirchentagsresolution gegen Rüstungsexporte

Vom 1. bis 5. Mai 2013 fand in Hamburg der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Der Bund für Soziale Verteidigung, Mitglied im Aktionsbündnis von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, hat eine Resolution gegen Rüstungsexporte eingebracht. Ihr Titel lautet „Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden grundsätzlich nicht exportiert!“. Die Resolution ist vom Kirchentag angenommen worden. Zum Text der Resolution

Bischof Bedford-Strohm gegen Rüstungsexporte in Konfliktgebiete

Laut dem Evangelischen Pressedienst (epd) kritisierte der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seinem Bericht vor der Landessynode in Nürnberg Waffenlieferungen nach Syrien oder in Krisengebiete als konfliktverschärfend. Er forderte dabei, so der epd, das Geld für Waffen in die Entwicklung ziviler Konfliktlösungen zu investieren und wies auf ein Missverhältnis hin: 2011 seien weltweit 1.740 Milliarden US-Dollar in die Rüstung und nur rund 133 Milliarden US-Dollar in die Entwicklungshilfe geflossen.

Landesbischof: Keine Waffen "Made in Germany" in Konfliktgebiete, evangelisch.de/epd, 15.04.2013

Zollitsch kritisiert Waffenlieferungen nach Syrien

Robert Zollitsch, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, kritisiert dem Evangelischen Pressedienst (epd) zufolge die anhaltenden Waffenlieferungen nach Syrien.

Zollitsch kritisiert Waffenlieferungen nach Syrien, epd.de, 30.03.2013

Evangelische Kirche: Keine Waffenlieferungen nach Syrien

Wie der Evangelische Pressedienst epd mitteilt hat die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Bundesregierung dazu aufgerufen, sich gegen Waffenlieferungen nach Syrien auszusprechen und für gewaltfreie Lösungswege einzutreten.

Evangelische Kirche warnt vor Waffenlieferungen nach Syrien, ekd.de/epd, 22.03.2013

Waffen sind zum Töten da

Unter dem Titel „Waffen sind zum Töten da“ ist ein Artikel von Michel Schrom in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ erschienen. Schrom geht es dabei vor allem um die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Bundesrepublik einer der größten Waffenexporteure der Welt geworden ist.

Waffen sind zum Töten da, christ-in-der-gegenwart.de, 53/2012

Käßmann: „Wir können doch nicht an Kriegen verdienen, die wir nachher betrauern“

Bei einem Vortrag vor 800 Besuchern in der Dortmunder Kirche Sankt Reinoldi hat Margot Käßmann laut einem Bericht der Katholischen Nachrichten scharfe Kritik an deutschen Rüstungsexporten geübt. Sie habe außerdem gefordert, mehr über die deutsche Waffenproduktion und die Rüstungsausgaben zu diskutieren und es nicht hinzunehmen, dass Deutschland weltweit drittgrößter Waffenexporteur ist. 

Käßmann prangert Rüstungsexporte an, kath.net/idea, 09.02.2013

Margot Käßmann ist auch Schirmherrin von Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel! mehr

Kampagne von "Brot für die Welt" und "Mission EineWelt": "Wir nageln sie fest"

Die evangelische Kirche Bayern will entwicklungspolitische Themen daunter den Waffenhandel verstärkt in den Wahlkampf einbringen. Deshalb haben "Brot für die Welt" und "Mission EineWelt" die Kampagne "Wir nageln sie fest" entwickelt. mehr

EKD-Ratsvorsitzender Schneider kritisiert geheime Waffenexporte

Spiegel-Online zufolge kritisierte der scheidende rheinische Präses Nikolaus Schneider die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung. "Ich halte es für unverantwortlich, dass Länder wie Ägypten oder Saudi-Arabien mit Waffen auch aus unserem Land immer weiter aufgerüstet werden" erklärte er laut dem Online-Portal vor der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Schneider habe zudem die Bundesregierung aufgefordert, Waffenexporte künftig vom Bundestag genehmigen zu lassen und sich dafür ausgesprochen, dass die Richtlinien für Rüstungsexporte gesetzlich geregelt werden.

Evangelische Kirche: Präses Schneider kritisiert geheime Waffenexporte, spiegel-online.de, 07.01.2013

Erzbischof Schick kritisiert Waffenhandel mit Afrika

Der katholische Erzbischof Ludwig Schick hat laut einem Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) die Afrikapolitik der Bundesregierung und vor allem die Waffenlieferungen nach Afrika heftig kritisiert. Mit Lieferung von Waffen und anderem Kriegsmaterial förderte man Kriege und Bürgerkriege, durch die sich der Kontinent in seiner Entwicklung selbst behindere, erklärte Schick laut der KNA. Er forderte die Bundesregierung auf, ihre Politik und ihre Handeslbeziehungen grünlich zu überdenken.

Erzbischof Schick kritisiert Berlins Afrikapolitik : "Pflüge, nicht Waffen". „Aufstehen für das Leben – Einspruch für die Opfer des Waffenhandels“, katholisch.de/KNA, 04.01.2013

Erzbischof Zollitsch kritisiert Rüstungsexporte

Wie die Badische Zeitung berichtet, rügt Erzbischof Robert Zollitsch in seiner Neujahrsbotschaft die zunehmenden Rüstungsexporte in Problemländer und das Ansteigen der Militärausgaben in Krisenregionen.  "Es muss uns wachrütteln, wenn weltweit Rüstungsexporte ein florierendes Geschäft darstellen und die Ausgaben für Militär und paramilitärische Einheiten immens steigen" erklärte Zollitsch dem Blatt zufolge. Außerdem forderte der Kirchenmann von der Politik, statt Krieg und Gewalt andere Mittel der Konfliktlösung zu finden.

Neujahrsbotschaft: Erzbischof Zollitsch rügt Rüstungsexporte, badische-zeitung.de, 01.01.2013

Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum München und Freising: Antrag zu Rüstungsexporten

Die Herbst-Vollversammlung des Diözesanrats der Erzdiözese München und Freising hat den folgenden Antrag zu Rüstungsexporten beschlossen. »Der Vorstand des Diözesanrats wird aufgefordert, sich mit den Vor- und Nachteilen der Waffenexporte zu befassen. Die Delegierten des Diözesanrats bringen das Thema in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ein«.

Beschluss der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, erzbistum-muenchen.de, 13.10.2012

Ökumenische Erklärung zur Rüstungsindustrie am Bodensee

Anlässlich des 15. Internationalen Ökumenischen Bodenseekirchentags vom 15. bis 17. Juni 2012 in Überlingen wurde eine Erklärung zur Rüstungsindustrie am Bodensee veröffentlicht. Die ErstunterzeichnerInnen sind 26 kirchlich und sozial engagierte Menschen aus der  Bodenseeregion.

Ökumenische Erklärung zur Rüstungsindustrie am Bodensee (PDF)

Mitteldeutsche Kirche: Waffenverkauf in Krisenländer verbieten

Die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat die Bundesregierung aufgefordert, Transfers von Kleinwaffen und Munition, die zu Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen beitragen können, zu verhindern.

Antrag an die Landessynode betr. Export von Kleinwaffen, Munition und Rüstungskomponenten, ekm.de, 20.04.2012

EKM-Synode beendet Tagung in Drübeck, ekm.de, 21.04.2012

Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart spricht sich in einer Presseerklärung vom 17. März 2012 für strenge eine Rüstungsexportkontrolle aus und teilt mit, dass er Mitglied der Kampagne Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel geworden ist.

zur Presseerklärung

Diözesanrates Rottenburg-Stuttgart: Einspruch für die Opfer des Waffenhandels

Unter dem Titel „Aufstehen für das Leben – Einspruch für die Opfer des Waffenhandels“ veröffentlichte der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart am 16. März 2012 eine Erklärung, in der er Einspruch gegen den Rüstungsexport aus Deutschland erhebt. In der Lieferung von Waffen und Rüstungsmaterialien in politische Spannungsgebiete und an Regime, die Menschenrechte grob verletzen und gewaltsam gegen Oppositionsbewegungen im eigenen Land vorgehen, sieht er - so heißt es da - eine Störung des friedlichen Zusammenlebens der Völker und damit einen Verstoß gegen die im Grundgesetz verankerte Friedenspflicht (Art 26,1).

Erklärung des Diözesanrats Rottenburg-Stuttgart „Aufstehen für das Leben – Einspruch für die Opfer des Waffenhandels“, drs.de, 16.03.2012

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