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Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Aktuelle Informationen zu Rüstungsfirmen allgemein

Waffenhersteller unzufrieden mit Wirtschaftsminister Gabriel

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, zeigen sich deutsche Rüstungsunternehmen zunehmend unzufrieden mit Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel. Ihrer Ansicht nach verschleppe er Entscheidungen für Waffenexporte. Laut „Spiegel“ vermuten die Waffenhersteller dahinter politische Gründe: Gabriel wolle damit vor der nächsten Bundestagswahl die Statistik schönen.

Rüstungsexporte Gabriel bremst Panzerlieferung, spiegel.de, 22.12.2016

SIPRI: US-amerikanische und westeuropäische Unternehmen verkaufen die meisten Waffen

Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI hat die Top-100 der weltweit größten Rüstungsunternehmen im Jahr 2015 veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass der westeuropäische Waffenhandel wieder um 6,6 Prozent gestiegen ist, nachdem er 2014 leicht zurückgegangen war. Vier Fünftel aller Waffenverkäufe weltweit entfielen auf US-amerikanische und westeuropäische Unternehmen.

An der Spitze der Rangliste befinden sich die US-Unternehmen Lockheed Martin und Boeing sowie der britische Konzern BAE Systems. Die größten deutschen Unternehmen waren im Jahr 2015 wieder Rheinmetall (Platz 30), Thyssen-Krupp (Platz 46) und Krauss-Maffei Wegmann (Platz 85). Zusammengenommen stiegen ihre Umsätze um 7,4 Prozent auf circa 5,6 Milliarden US-Dollar. Vor allem Rheinmetall verzeichnete große Zuwächse (15,3 Prozent).

Insgesamt haben die 100 weltgrößten Rüstungsunternehmen im Jahr 2015 laut SIPRI Waffen im Wert von 370 Milliarden US-Dollar verkauft. Das seien zwar 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 37 Prozent mehr als noch im Jahr 2002.

Siehe dazu auch:

Deutsche Industrie fürchtet Rüstungsexportgesetz

Wie aus Medienberichten hervorgeht, reagiert die deutsche Industrie beunruhigt auf die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), mit einer Expertenkommission ein Rüstungsexportgesetz auf den Weg zu bringen. Ihr Lobbyverband BDI befürchte dadurch eine Verschärfung der Waffenexportbedingungen.

Gabriel sucht nach nationalem Konsens für Rüstungsexporte, finanznachrichten.de/dts, 14.09.2016

Deutsche Rüstungsexporte: Gabriels Einladung versetzt Industrie in Alarmstimmung, handelsblatt.com, 14.09.2016

Deutsche Industrie will keine Verschärfung der Exportkontrollen für Dual-Use-Güter

Die EU möchte die bisherige Dual-Use-Verordnung reformieren und den Export von Gütern, die sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden können, künftig reduzieren – insbesondere wenn diese für Verstöße gegen die Menschenrechte eingesetzt werden können. Dabei geht es vor allem auch um Überwachungstechnologien. Ein entsprechender Reformvorschlag soll im Herbst 2016 vorgelegt werden.

Die Pläne stoßen jedoch der deutschen Wirtschaft offensichtlich sauer auf. Sie fürchtet dadurch gegenüber anderen Ländern an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Diese Befürchtung hat zumindest nach Informationen des Handelsblatts der BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber in einem Brandbrief an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström geäußert. Auch an Digitalkommissar Günter Oettinger habe sich Kerber gewandt und vom diesem gefordert, die neue Verordnung aufzuhalten, so das Handelsblatt.

Industrie fürchtet Exportkontrolle, handelsblatt.com, 07.09.2016

Neue Verbraucherbroschüre zu Rüstungsgeschäften deutscher Banken „Die Waffen meiner Bank“

Waffenexporte auch in menschenrechtsverletzende Staaten, in Konfliktzonen und Krisengebiete werden oft durch Kredite von Banken ermöglicht. Welche deutschen Banken solche Waffengeschäfte finanzieren, haben die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald für die Broschüre "Die Waffen meiner Bank" recherchiert. Darüber hinaus analysieren sie darin die Richtlinien von 21 in Deutschland aktiven Banken zur Rüstungsfinanzierung sowie die "militärischen" Investments der in Deutschland gängigsten Fondsprodukte, so die NGOs. Die Broschüre wurde am 7. April in Berlin öffentlich vorgestellt.

Broschüre zum Download

Weiter Informationen:

Pressemitteilung: Verbraucherbroschüre informiert Bankkund/innen über Rüstungsgeschäfte ihrer Finanzinstitute, facing- finance.org, 07.04.2016

Die Waffen meiner Bank: Einladung zur Studienvorstellung und Podiumsdiskussion am 7. April um 11:30 Uhr, facing-finance.org, 29.03.2016

SIPRI-Ranking: Deutsche Rüstungskonzerne verkaufen entgegen dem weltweiten Trend mehr Waffen

Das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri hat das Ranking der hundert weltgrößten Waffenhersteller für das Jahr 2014 veröffentlicht. Daraus lässt sich entnehmen, dass der Verkauf von Rüstungsgütern insgesamt weltweit weiterhin rückläufig ist.

Deutsche Rüstungsunternehmen haben jedoch entgegen diesem weltweiten Trend im Jahr 2014 mehr Waffen exportiert als im Vorjahr - ihre Waffenexporte wuchsen um 9,4 Prozent. Das ist laut Sipri vor allem auf eine Umsatzsteigerung des Rüstungskonzerns ThyssenKrupp zurückzuführen. Er hat allein in diesem Jahr seine Kriegswaffenverkäufe um fast ein Drittel gesteigert.

Die Top-100 der größten Waffenhersteller der Welt wird weiterhin von den US-Unternehmen Lockheed Martin und Boing sowie dem britischen Rüstungskonzern BAE-Systems angeführt. Das europäische Rüstungsunternehmen Airbus Group (vormals EADS) ist erneut auf Platz sieben gelandet. Rheinmetall steht nun auf Platz 31, ThyssenKrupp auf Platz 42 und Krauss-Maffei Wegmann auf Platz 83.

The SIPRI Top 100 arms-producing and military services companies, 2014

2015: Global arms industry: West still dominant despite decline; sales surge in rest of the world, says SIPRI, Pressemitteilung, sipri.com, 14.12.2015

Siehe dazu auch:

„Die Zeit“ über die drei größten deutschen Kleinwaffenbauer und deren momentane Probleme

Heckler & Koch, Sig Sauer und die Carl Walther GmbH – die größten deutschen Kleinwaffenhersteller haben zum Teil wirtschaftliche Probleme und gegen alle drei laufen derzeit Ermittlungen wegen illegaler Waffenexporte, wie die „Die Zeit“ aufzeigt. Auch Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin sowie unser Protest in Stuttgart vor der Staatsanwaltschaft werden dabei erwähnt.

Heckler & Koch: Schwere Zeiten für Deutschlands Gewehrbauer, zeit.de, 05.05.2015

Antikorruptionsindex: Auch deutsche Rüstungsfirmen schneiden schlecht ab

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat eine Studie zur Korruptionsbekämpfung in der Rüstungsbranche veröffentlicht. Darin bewertet sie die Transparenz und Qualität von Ethik- und Antikorrputionsprogrammen von 163 Waffenherstellern aus 47 Ländern.

Auch deutsche Unternehmen wie Diehl, Krauss-Maffei Wegmann, MTU und Rheinmetall wurden dabei unter die Lupe genommen und bekamen teils sehr schlechte Noten. So erhielten Rheinmetall, Diehl und MTU gerade einmal die Note D (entspricht etwa einer Vier), Krauss-Maffei Wegmann bekam sogar eine Sechs (F). Nur Thyssen Krupp konnte gute Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung vorweisen und erhielt eine Zwei (B).

Defence Companies Anti-Corruption Index 2015, Transparency Internation UK

Weitere Informationen

TI UK finds 33% of defence firms transparency improved, two-thirds don’t make the grade, Pressemitteilung, transparency.org, 27.04.2015
Transparency International: Miese Noten für deutsche Rüstungsfirmen, sueddeutsche.de, 26.04.2015
Transparency International: Schlechte Noten für deutsche Rüstungsunternehmen, handelsblatt.com, 27.04.2015

Urgewald-Dossier erschienen: "Die Schattenseite der KfW"

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald hat ein Dossier über die Schwachstellen der staatlichen Förderbank KfW veröffentlicht. Unter der Überschrift "Falsche Freunde: KfW und Rüstung" beleuchtet sie in Kapitel IV.6 (S. 66) auch deren Finanzierung im Rüstungssektor und von Rüstungsunternehmen.

Diese ist laut Urgewald aber nicht mit dem Auftrag der KfW-Bankengruppe – nämlich die Umsetzung internationaler Menschenrechte aktiv zu unterstützen – vereinbar. Die Organisation fordert daher den umgehenden Ausstieg der KfW aus der Finanzierung von Projekten und Exportgeschäften mit militärischem Hintergrund sowie aus der Finanzierung von (Misch-)Konzernen, die Rüstungsgüter in menschenrechtlich sensible Regionen exportieren, gegen den Waffenhandelsvertrag ATT (Arms Trade Treaty) oder Embargos verstoßen sowie besonders zerstörerische und völkerrechtswidrige Waffensysteme wie Atomwaffen entwickeln, herstellen oder warten.

Die Schattenseite der KfW. Finanzierung zu Lasten von Mensch und Umwelt (Dossier als PDF)

Rüstungsindustrie beeinflusst EU-Flüchtlingspolitik

Um Flüchtlinge abzuwehren rüstete die EU an ihren Außengrenzen massiv auf. Wie das ARD-Magazin "Report Mainz" und "Der Spiegel" herausgefunden haben, sollen Rüstungsunternehmen in den vergangenen Jahren dabei enorm Einfluss auf die EU-Sicherheits- und Forschungspolitik genommen haben. So sollen sie beispielsweise die EU-Kommission bei Fragen der Grenzüberwachung beraten und dann entsprechende Aufträge erhalten haben. Für die Entwicklung der Systeme seien zudem Millionensubventionen aus Steuermitteln an die Rüstungsfirmen geflossen.

Millionensubventionen für die Rüstungsindustrie - Rüstungskonzerne beraten EU bei der Grenzsicherung, Report Mainz, swr.de,, 17.03.2015

Rüstungskonzerne beraten EU bei der Grenzsicherung, spiegel.de, 13.03.2015

SIPRI-Studie: Die 100 größten Waffenhersteller weltweit 2013

Am 15. Dezember 2014 hat das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri seine neueste Rangliste der weltgrößten Waffenhersteller veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozent weniger Waffen gehandelt wurden.

Entgegen diesem Trend legten aber russische Rüstungsfirmen enorm zu. Ihre Verkäufe wuchsen in diesem Zeitraum laut dem Ranking um 20 Prozent. An der Spitze der Top-100 der größten Waffenhersteller der Welt befinden sich wie im Vorjahr die US-Unternehmen Lockheed Martin und Boing gefolgt von dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems. Ebenfalls wie im Vorjahr belegt der europäische Konzern EADS wieder Platz sieben. Das umsatzstärkste deutsche Rüstungsunternehmen ist erneut die Düsseldorfer Rüstungsschmiede Rheinmetall. Sie landet auf Platz 32. Auch Thyssen-Krupp (Platz 57), Diehl (Platz 61) und Krauss-Maffei Wegmann (Platz 72) zählten 2013 wieder zu den hundert weltgrößten Waffenverkäufern.

Sipri: Top-100-Liste der größten Waffenhersteller der Welt 2013

Sales by largest arms companies fell again in 2013 but Russian firms’ sales continued rising, sipri.org, Pressemitteilung 15.12.2014

Schmiergeldskandal in Griechenland: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Wie Tagesschau.de berichtet, hat die Athener Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen 13 Mitarbeiter von Rheinmetall und Atlas erhoben. Der Vorwurf: Beihilfe zur Bestechung bei Rüstungsgeschäften mit Griechenland. Auch die Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) stehe im Visier von Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft München habe kürzlich Räume der Rüstungsschmiede durchsucht. Auch hier gehe es um mögliche Schmiergeldzahlungen, aber auch um den Verdacht der Geldwäsche.

Vorwürfe gegen deutsche Rüstungsindustrie Schmiergelder für Waffenexporte?, tagesschau.de, 14.11.2014

Siehe dazu auch:

Razzia bei Panzerschmiede Justiz ermittelt gegen deutsche Rüstungskonzerne, sueddeutsche.de, 14.11.2014

Krise der Rüstungsindustrie?

Wie der Donaukurier berichtet, hatte der bayerische Lenkwaffenkonzern MBDA am 5. November zu den zweiten „Schrobenhausener Gespräche“ zum Thema Rüstungsexporte geladen. Der Referent Christian Mölling von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik habe dabei über die Zukunft der Rüstungsindustrie gesprochen, die er in einem „Tal der Tränen“ sehe. Mölling habe daher einen dauerhaften Rüstungsdialog in Deutschland gefordert. Dieser solle auch die Frage klären, welche Kernfähigkeiten der Rüstungsindustrie in Deutschland erhalten werden müssten.

"Tal der Tränen", donaukurier.de, 06.11.2014

Aktuelle Krisen lassen Rüstungsindustrie auf florierende Geschäfte hoffen

Drohte die deutsche Rüstungsindustrie vor Kurzem noch mit Arbeitsplatzabbau und Abwanderung ins Ausland, blickt sie inzwischen laut einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios wieder zuversichtlich in die Zukunft. Der Grund: Die Aufrüstung Europas aufgrund der weltweiten Krisen.

Rüstungsindustrie hofft auf bessere Zeiten: Renaissance für deutsche Kampfpanzer?, tagesschau.de, 03.11.2014

US-Außenministerium untersucht deutschen Waffendeal

Nach Spiegel-Informationen soll der deutsche Waffenhändler „Waffen Schumacher GmbH“ amerikanische Waffenteile illegal nach Russland exportiert haben. Fragen werfe zudem ein Geschäft der Krefelder Waffenfirma mit Einzelteilen von M70-Sturmgewehren auf.

Export nach Russland: US-Behörden prüfen deutsches Waffengeschäft, spiegel.de, 05.10.2014

Rüstungsfirmen drohen mit Abwanderung

Wirtschaftsminister Gabriel will die Rüstungsexportpolitik restriktiver gestalten. Daher droht die Rüstungsindustrie erneut mit Abwanderung ins Ausland, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, die darüber mit Rheinmetall-Chef Papperger gesprochen hat.

Warum deutsche Rüstungsfirmen mit Abwanderung drohen, sueddeutsche.de, 20.09.2014

Schleswig-Holstein: Rüstungsindustrie will politische Unterstützung statt Konversion

Angesichts der möglicherweise rückläufigen Rüstungsexporte durch eine restriktivere Rüstungsexportpolitik fordern die schleswig-holsteinischen Waffenbauer eine Anhebung der Verteidigungsausgaben. Das berichtet die taz.

So solle die Bundeswehr in Zukunft auch im Inneren eingesetzt werden – wofür sie zusätzliche Ausrüstung bräuchte. Außerdem wolle die Rüstungsindustrie eine Harmonisierung der europäischen Rüstungsexportbestimmungen. Konversion sei dagegen kein Thema. Jürgen Grässlin, einer der Sprecher der Aufschrei-Kampagne, erklärte das gegenüber der taz damit, dass diese Unternehmen mit Waffenhandel besser verdienten, weshalb sie eine Umstellung auf zivile Produkte erst gar nicht versucht hätten. „Würde Gabriel Ernst machen und tatsächlich keine Exporte in Staaten erlauben, die Kriege führen und die Menschenrechte verletzten, bliebe den Firmen gar keine Alternative zur Konversion,“ sagte Grässlin.

Schleswig-Holsteins Rüstungsindustrie: Waffenbauer wollen mehr, taz.de, 27.08.2014

Waffenlobby: „Menschenrechte mitunter nur mit Waffeneinsatz durchzusetzen“

Im Interview mit der „Welt“ verwahrte sich Georg Wilhelm Adamowitsch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), gegen die Äußerung von Wirtschaftsminister Gabriel, Rüstungsexport würde zum "Geschäft mit dem Tod".

"Den Ausspruch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vom 'Geschäft mit dem Tod' im Zusammenhang mit Exporten der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie finde ich nicht hilfreich", sagte Adamowitsch. Seine Branche sei seit deren Gründung dem grundgesetzlichen Verteidigungsauftrag verpflichtet, insbesondere dem Schutz der deutschen Soldaten. Außerdem zeigten die internationalen Konfliktszenarien nun einmal, dass Menschenrechte mitunter nur mit dem Einsatz von Waffen durchgesetzt und verteidigt werden können. Auf diesem Hintergrund sei für ihn diese Äußerung Gabriels weder intellektuell noch politisch nachvollziehbar.

"Menschenrechte auch mit Waffeneinsatz schützen", welt.de, 30.07.2014
Debatte um Rüstungsexporte - "Die Politik muss ihre Haltung klären". deutschlandfunk.de, Interview mit Georg Wilhem Adamowitsch, 29.07.2014

Waffenschmieden sauer auf Bundeswirtschaftsminister Gabriel

Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, machen Vertreter der Waffenindustrie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Druck und werfen ihm vor, Entscheidungen über Exportanträge zu verzögern.

Sie beklagten gegenüber Reuters, dass sich dadurch rund 2.000 Ausfuhranträge und Voranfragen im Wirtschaftsministerium stauten und sie dadurch lukrative Verträge an die Konkurrenz verlören oder Strafzahlungen leisten müssten. Zudem forderten sie eine Klarstellung von Gabriel, wie er die Exportrichtlinien künftig auslegen wolle und in welche Länder welche Ausfuhren noch möglich seien.

Rüstungskonzerne verärgert über Gabriel, de.reuters.com, 18.07.2014

Tricks bei Rüstungsexporten

Die deutsche Rüstungsbranche hängt immer mehr vom Export ab und verkauft daher zunehmend auch in sogenannte Drittstaaten. Mit welchen Schachzügen sie das bewerkstelligt, erklärt das Handelsblatt, das auch mit dem Friedensforscher Michael Brzoska vom Institut für Friedenforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg gesprochen hat.

Rüstungspolitik: Tricksen beim Waffenexport, handelsblatt.com, 30.06.2014

Deutsche Rüstungslobby droht mit Produktionsverlagerung ins Ausland

Nach Informationen des Spiegels versuchen deutsche Rüstungskonzerne Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unter Druck zu setzen. Dem Nachrichtenmagazin zufolge sollen bereits Vorstände mehrerer Waffenproduzenten im Ministerium vorgesprochen und Gabriel gewarnt haben, dass sie Arbeitsplätze ins Ausland verlagern würden, wenn sie nicht weiterhin Waffen in Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar ausführen dürften.

Export-Einschränkungen: Rüstungskonzerne drohen Gabriel mit Job-Verlagerung, spiegel.de, 29.06.2014

Siehe auch:

Krach um Exporte: Rüstungskonzerne winken mit der Job-Karte, n-tv.de, 29.06.2014
Rüstungsexporte: Die stumpfen Argumente der Waffenbauer, zeit.de, 24.06.2014

Rüstungsindustrie ist wirtschaftlich unbedeutend

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel von der SPD will eine restriktivere Rüstungsexportpolitik durchsetzen und Waffenexporte beschränken. Das versucht die Rüstungslobby vehement zu verhindern. Sie warnt vor angeblichen ökonomischen Folgen und massivem Arbeitsplatzabbau. Dabei hat sie kaum wirtschaftliche Bedeutung, meint die Die Zeit.

Denn die offiziellen Zahlen spiegeln die unterstellte Bedeutung nicht wieder, so die Wochenzeitung: Trotz der Milliardenaufträge aus dem arabischen Raum und Nordafrika machten die Rüstungsexporte weniger als ein Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren aus. Für 2009 habe die Regierung einen Anteil der deutschen Rüstungsexporte am Bruttoinlandsprodukt von 0,21 Prozent, für 2010 von 0,19 Prozent errechnet. Neuere Zahlen gebe es noch nicht.

Rüstungsexporte: Die stumpfen Argumente der Waffenbauer, zeit.de, 24.06.2014

SIPRI-Studie: Die 100 größten Waffenhersteller weltweit 2012

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI hat die Rangliste für die 100 größten Waffenhersteller der Welt im Jahr 2012 veröffentlicht. Insgesamt gab es laut SIPRI zwar 4,2 Prozent weniger Waffenverkäufe als 2011, im Vergleich zu 2003 seien sie jedoch um 29 Prozent angestiegen. Allerdings wurden chinesische Unternehmen aufgrund fehlender Daten nicht berücksichtigt.

An der Spitze der Top-100 der größten Waffenhersteller der Welt befinden sich die US-Unternehmen Lockheed Martin und Boing, gefolgt von dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems. Rheinmetall ist das umsatzstärkste deutsche Rüstungsunternehmen – es landete mit einem Umsatz von drei Milliarden US-Dollar auf Platz 30. Auch Thyssen-Krupp (Platz 56), Diehl (Platz 62) und Krauss-Maffei Wegmann (Platz 73) zählen zu den hundert weltgrößten Rüstungsproduzenten.

Sales by largest arms companies fell again in 2012 but Russian firms’ sales increased sharply, Pressemitteilung von SIPRI, 31.01.2014

SIPRI: Top-100-Liste der größten Waffenhersteller 2012

Griechenland: Schmiergeldskandal um deutsche Rüstungsfirmen weitet sich aus

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge wurden in Griechenland zwei weitere Verdächtige festgenommen. Sie sollen im Zusammenhang mit U-Boot-Geschäften viele Millionen Euro kassiert haben.

Geschmierte Rüstungsdeals mit deutschen Firmen Verdächtige in Athen festgenommen, sueddeutsche.de, 19.01.2014

Griechischer Schmiergeldskandal: Deutsche Rüstungsfirmen unter Verdacht

Aufgrund des Geständnisses des griechischen Politikers Antonios Kantas stehen die Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall und Atlas Elektronik im Verdacht, für Rüstungsaufträge Schmiergelder gezahlt zu haben. Die aber geben sich unschuldig und bestreiten die Vorwürfe.

Geschmierte Geschäfte? – Deutsche Konzerne unter Verdacht, zdf.de, Frontal21, 14.01.2014
Bestechung: Korruptionsvorwürfe gegen Rüstungsfirmen, fr-online.de (Frankfurter Rundschau), 09.01.2014
Panzer-Deal mit Griechenland Neuer Verdacht gegen Rüstungskonzern, sueddeutsche.de, 03.01.2014

Wie der ARD-Korrespondent Hans-Jürgen Maurus in Zürich berichtet, werden zudem schweizer Banken verdächtigt, in den deutsch-griechischen Rüstungsskandal verwickelt zu sein.

Schweizer Banken in deutsch-griechischen Rüstungsskandal verwickelt, H.-J. Maurus, ARD Zürich, tagesschau.de, 05.01.2014

EADS und Co. sind nicht systemrelevant

Die Rüstungsindustrie streicht Stellen und ruft nach staatlicher Hilfe. Eine Analyse des Onlinemagazins Spiegel Online kommt allerdings zu dem Schluss, dass EADS und Co. nicht systemrelevant sind und dieser Schrumpfkurs überfällig ist.

Schrumpfende Rüstungsbranche: Warum EADS nicht systemrelevant ist, spiegel.de, 26.12.2013

Panzerdeal mit Indonesien: Typisches Beispiel für künftige Rüstungsexporte

Das Internetportal german-foreign-policy.com sieht die Panzerlieferung an Indonesien als typisch für die künftigen Aktivitäten von Rheinmetall an. Sie entsprächen, so die Einschätzung, voll und ganz der Strategie der Rüstungsindustrie, ausbleibende Aufträge von EU- oder NATO-Staaten durch Ausfuhren in Länder außerhalb Europas zu kompensieren. Die desolate Menschenrechtslage spiele dabei weder für Berlin noch für die deutsche Industrie eine Rolle.

Dilemmata der Rüstungsindustrie, german-foreign-policy.com, 18.11.2013

Deutsche Rüstungsproduktion wächst

Das gegen deutsche Großmachtpolitik kritisch eingestellte Internetportal "Informationen zur Deutschen Außenpolitik" (german-foreign-policy.com) hat die neueste Veröffentlichung des Stockholmer Friedensforschungsinstitus SIPRI über die weltweite Rüstungsproduktion zum Anlass genommen, über diese Zahlen mit wichtigen Zusatzinformationen zu berichten.

Die weltweite Rüstungsproduktion ist zwar erstmals seit vielen Jahren zurückgegangen, im Vergleich zu 2002 aber immer noch um 50 Prozent höher. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die deutsche Rüstungsprodktion gegenüber dem allgemeinen Trend aber zugenommen hat. Die führenden deutschen Rüstungshersteller hielten oder verbesserten dadurch ihre Position unter den führenden 100 größten Rüstungsfirmen: EADS blieb auf Platz 7, Rheinmetall verbesserte sich von Platz 32 auf Platz 26, ThyssenKrupp von Platz 57 auf Platz 49. Während Krauss-Maffei Wegmann auf Platz 54 blieb, kletterte Diehl auf Platz 60. Diese Zuwächse sind laut SIPRI auch der Rüstungsexportausweitung durch die Bundesregierung geschuldet.  german-foreign-policy.com 19.02.2013

Deutsche Rüstungsunternehmen auf der Idex-Waffenmesse

Die Initiative gegen Waffen vom Bodensee (Mitglied Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel), die einen äußerst informative Internetautritt über Rüstungsfirmen rund um den Bodensee betreibt, hat recherchiert, wie sich folgende Unternehmen auf der größten Rüstungsmesse im Mittleren Osten der Idex in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate ankündigen.

Diehl-Konzern,
EADS
MTU-Tognum
Rheinmetall
Vectronix (CH)