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Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Hayrettin Altun

Hayrettin Altun ist als türkischer Kurde ein Zeitzeuge und Opfer der Auseinandersetzungen zwischen Kurden und dem türkischen Staat im 20. Jahrhundert, in denen deutsche und von Deutschland gelieferte Waffen zum Einsatz kamen.

Der aus einem kleinen Bergdorf stammende Kurde Hayrettin entwickelt schon als Kind eine Abneigung gegen Gewalt und Unterdrückung und nimmt diese nicht stillschweigend hin. Von Beginn seines Berufslebens als Lehrer an ist er politisch aktiv und setzt sich gegen die Unterdrückung der kurdischen Sprache und Kultur, für mehr Bürgerrechte und eine demokratischere Regierung ein.

 Dieses Engagement bringt für ihn immer wieder Strafversetzungen, Überwachung, Hausdurchsuchungen und Gefängnisaufenthalte mit sich. Als junger Lehrer erlebt er seine längste Haftzeit. 18 Monate lang muss er Demütigungen, Qualen und Folter über sich ergehen lassen. Am Ende wird er freigesprochen und kann das Gefängnis lebend verlassen. Schikanen müssen er und seine Familie noch viele weitere Jahre regelmäßig ertragen und manchmal fragt er sich: „Vielleicht bringen sie mich das nächste Mal um?“.

 Während Hayrettin in türkischen Gebieten lebt, kommt es in seiner Heimatregion zu einem schweren Bürgerkrieg zwischen PKK und Militär, der viele Opfer, weiträumige Zerstörungen und großes Leid der Zivilbevölkerung mit sich bringt. Für Hayrettin wird all das Leid unerträglich als in dieser Zeit seine geliebte Frau, die ihm vier Kinder geboren hat, ums Leben kommt. Rückblickend sagt er über diese Zeit: „Die Periode von 1992 bis 1994 ist die dunkelste Zeit gewesen.“

Mit dem Ende der Kampfhandlungen 1997 verbessert sich die Lage der Kurden langsam, so dass die Altuns heute hoffen, eines Tages in ihre geliebte Heimat zurückkehren zu können. Ausführliche Textversion mit Fotos