Startseite
  Suche 

 

Europäisches Netzwerk gegen Rüstungshandel

ENAAT wurde 1984 bei einer internationalen Konferenz gegen Rüstungsproduktion und -exporte gegründet. ENAAT setzt sich aus Organisationen und Einzelpersonen zusammen, die im Waffenhandel eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit sehen und dagegen gemeinsam aktiv sein wollen. ENAAT hat zurzeit Mitglieder aus 13 Ländern. Diese sind unabhängig und engagieren sich vor dem Hintergrund der jeweiligen nationalen politischen Gegebenheiten und ihren Stärken und Möglichkeiten entsprechend.

Die Stärke von ENAAT ist die Vielfältigkeit ihrer Mitglieder und deren besonderen Ziele und Arbeitsweisen: Neben Kampagnenorganisationen gibt es Gruppen, die sich auf Lobbyarbeit konzentrieren, geauso wie es Journalisten oder Personen gibt, die in (Friedens-)Forschungseinrichtungen arbeiten und nicht zu vergessen Basis- oder Grass-root-Aktivisten, die demonstrativ und demonstrierend in die Öffentlichkeit gehen.

Eines der Hauptanliegen von ENNAT ist es, den Export von Waffen und militärischer Ausrüstung in jene Länder zu verhindern, in denen diese gegen die eigene Bevölkerung eingsetzt werden. ENAAT engagiert sich auch gegen Rüstungsexport in Länder, die in bewaffnete Konflikte verstrickt sind. Das Risiko, dass ein regionaler Konflikt mit Waffen ausgetragen wird, steigt mit der Anzahl der dort vorhandenen Waffen.

Die rechtlichen Einschränkungen von Waffenexporten sind in den EU-Mitgliedsländern unterschiedlich streng; ENAAT befürchtet, dass die EU strengere Regelungen durch laxere Bestimmungen ersetzt und somit nationale Bemühungen zur Eindämmung des Waffenhandels untergraben werden.

ENAAT ist keine Mitgliedsorganisation sondern steht allen Gruppen der Friedens- und Menschenrechtsbewegung und der Entwicklungszusammenarbeit offen, die aus der Teilnahme an Treffen und Aktionen Nutzen ziehen oder diese bereichern.

www.enaat.org

ENAAT-Jahrestagung 14.–16. Juni 2013 in Zürich

Liebe Friedensbewegte,

seit 1984 trifft sich das European Network Against Arms Trade (ENAAT) einmal pro Jahr, um die neusten Entwicklungen des globalen Waffenhandels und der Rüstungsindustrie zu diskutieren. Das diesjährige Treffen wird vom 14. Juni bis zum 16. Juni in Zürich stattfinden.

Die Jahrestreffen sind eine gute Gelegenheit, um sich über Strategien und Kampagne auszutauschen, wie wir uns gegen die Kriegsmaterial-Konzerne wehren können. Die Rüstungsgesetzgebung ist weiterhin grösstenteils eine nationalstaatliche Angelegenheit, auch wenn die Waffenproduzenten längst international agieren. Die ENAAT-Treffen sind eine gute Gelegenheit, um ebenfalls Beziehungen über die Landesgrenzen hinweg zu knüpfen und Pläne für die Zusammenarbeit zu schmieden.

Bei ENAAT engagieren sich Organisationen und Einzelpersonen aus ganz Europa, die den Waffenhandel als Bedrohung für den Frieden, die Sicherheit und die Entwicklung sehen. Mehr Informationen zu ENAAT finden sich hier: http://www.enaat.org/de/

Das diesjährige Treffen beginnt am Freitagabend mit einer öffentlichen Podiumsveranstaltung. Am Samstag finden Workshops zum neuen Arms Trade Treaty der Uno und zum "Cyberwar-Hype" statt. Am Samstag und Sonntag stellen die verschiedenen Organisationen die neusten Entwicklungen und Kampagnen gegen den globalen Waffenhandel in ihren Staaten vor. (Die Veranstaltungen und Diskussionen werden auf Englisch durchgeführt. Bei Bedarf werden wir versuchen, eine spontane Flüsterübersetzung zu
organisieren.)

Das Programm des Treffens, allerlei praktische Informationen und ein Link zum Anmeldeformular finden sich hier.

Es würde uns freuen, wenn dieses Jahr zusätzliche Organisationen aus dem deutschsprachigen Raum diese Gelegenheit zur Vernetzung auf der europäischen Ebene nutzen würden. Auch für Veranstaltungshinweise in den eigenen Publikationen sind wir dankbar.

Für Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse,
Andreas Weibel
Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, GSoA

ENAAT-Jahrestagung 15.–17. Juni 2012 in Berlin

Schwerpunkte der Konferenz sind der Stopp des europäischen Waffenhandels, wobei die Inhalte und Auswirkungen der EU-Direktive zum Waffenhandel auf die EU-Mitgliedsländer analysiert werden. Gruppen aus Schweden, England, Norwegen, Spanien, Schweiz, Italien u.a. werden aus ihren Ländern zu nationalen Rüstungsexporten und Kampangenschwerpunkten berichten wobei der Leopard-Panzer-Export nach Saudi-Arabien eine große Rolle spielen wird. Weitere Themen sind Drohnen,  sowie die Zivilklausel an deutschen Universitäten.

Programm des ENAAT-Treffens

Siehe auch den Artikel von Andrea Kolling im DAKS-Newsletter Nr. 80, 5/2012