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© meinhardt.info

Deutsche Rüstungsexporte nach Kolumbien

Die Menschenrechtslage in Kolumbien ist desolat. Denn seit vielen Jahren lodert in dem südamerikanischen Land ein blutiger Konflikt zwischen linken Guerilliatruppen (FARC), rechten Paramilitärs und der kolumbianischen Armee. Laut Amnesty International machten und machen sich nach wie vor alle Parteien dieses Konflikts schwerer Menschenrechtsverstöße und Verletzungen des humanitären Völkerrechts schuldig. Dazu zählten Amnesty zufolge rechtswidrige Tötungen, Vertreibungen, Folter, Entführungen oder Verschwindenlassen sowie sexuelle Gewalt. Die Hauptleidtragenden seien indigene Bevölkerungsgruppen, afro-kolumbianische und bäuerliche Gemeinschaften, Menschenrechtsverteidiger und Gewerkschafter.

Dennoch durften deutsche Waffenschmieden mit Genehmigung der Bundesregierung zwischen 2001 und 2014 Kriegswaffen in Wert von rund 223 Millionen Euro nach Kolumbien exportieren. Vor allem seit 2008 sind die Exportgenehmigungen enorm angestiegen. (siehe CAAT und waffenexporte.org). Dabei handelte es sich vor allem um Kriegsschiffe, aber auch unter anderem um elektrische Geräte, Feuerleiteinrichtungen, Fahrzeuge und Panzer, leichte Waffen und Kleinwaffen.

Nachrichten über Rüstungsexporte nach Kolumbien

Auch Zeitungsrecherchen weisen auf illegale Walther-Waffen in Kolumbien hin

Laut der Tageszeitung „Die Welt“ haben jetzt auch Recherchen der „Welt am Sonntag“ gezeigt, dass Walther-Waffen illegal nach Kolumbien geliefert worden sind. Dieser nämlich liege eine Preisliste des staatlichen kolumbianischen Rüstungskonzerns Indumil aus dem Jahr 2008 vor, auf der mehrere Walther-Waffen zu finden seien. Die Walther-P22 werde zudem auf mehreren Webseiten in Kolumbien sogar öffentlich angeboten, habe die Sonntagszeitung herausgefunden.

Dies untermauere die Vorwürfe der "Aktion Aufschrei“, deren Sprecher Anzeige gegen das Unternehmen gestellt haben. Neben Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin kommen in dem Artikel auch Ralf Willinger von der Aufschrei-Trägerorganisation "terre des hommes" und Aufschrei-Rechtsanwalt Holger Rothbauer zu Wort.

Ein Mordsgeschäft mit Medellin?, welt.de, 27.09.2015

Illegale Walther-Waffen in Kolumbien? Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt jetzt

Bereits in Februar 2014 hatten die Aufschrei-Sprecher gegen die Waffenschmiede Carl Walther Anzeige wegen illegaler Waffenexporte nach Kolumbien gestellt. Inzwischen wurde das Verfahren an die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Außenwirtschaftsdelikte in Stuttgart abgegeben. Das berichtet die Südwestpresse. Die Zeitung sprach aus diesem Grund auch mit Aufschrei-Sprecher Paul Russmann und dem Aufschrei-Rechtsanwalt Holger Rothbauer.

Pistolen aus Ulm für Kolumbien?, swp.de, 24.09.2015

Siehe auch:

Ermittlungen gegen Umarex-Tochter: Arnsberger Firma soll illegal Waffen exportiert haben, wdr.de, 23.09.2015

Hat Walther illegal Waffen nach Kolumbien geliefert? Aktion Aufschrei stellt Strafanzeige

Medienberichten zufolge sind in Kolumbien Pistolen der Firma Walther aufgetaucht. Und das obwohl die Waffenschmiede keine Genehmigung für den Export gehabt habe.

Nachdem die SWR-Dokumentation „Waffen für die Welt – Exporte außer Kontrolle“ Bilder dieser Waffen in Kolumbien gezeigt hatte, stellten die Sprecher der Aktion Aufschrei Christine Hoffmann, Paul Russmann und Jürgen Grässlin Strafanzeige gegen die Ulmer Waffenschmiede. Jetzt ermittelt die Ulmer Staatanwaltschaft.

Deutsche Waffen trotz Exportverbots in Kolumbien, dw.de (Deutsche Welle), 27.02.2014
Strafanzeige gegen Waffen-Walther
, augsburger-allgemeine.de, 24.02.2014
Bündnis zeigt Waffen Walther an, schwaebische.de, 24.02.2014
Unerlaubte Waffenexporte: Walther-Pistolen für Kolumbien
, taz.de, 24.02.2014
ARD-Doku über unerlaubte Waffenexporte: Hat Walther Pistolen illegal nach Kolumbien verkauft?, focus.de, 24.02.2014
Staatsanwaltschaft prüft Verdacht: Pistolen aus Ulm illegal nach Kolumbien geliefert?, swr Landesschau, swr.de, 23.02.2014