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Vom 21. Mai bis zum 3. Juni 2018 findet unter dem Motto „Frieden geht!“ ein Staffellauf gegen Waffenexporte von Oberndorf nach Berlin statt.  mehr

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Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Themenabend „Deutsche Waffenexporte“ mit Spielfilm und  TV-Dokumentation

Spielfilm: "Meister des Todes"

Daniel Harrich (Regisseur) und Jürgen Grässlin (fachlicher Berater) bei der Weltpremiere des Films »Meister des Todes«. Foto: Andrea Kraneburg, Friedensinitiative KonstanzAm 23. September 2015 brachte Das Erste einen ganzen Themenabend über deutsche Waffenexporte. In diesem Rahmen wurde auch der Politthriller „Meister des Todes“ von Regisseur Daniel Harrich unter anderem mit Hanno Koiffler, Heiner Lauterbach und Veronica Ferres gezeigt.

Der Film nimmt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, reale Vorgänge zur Grundlage, um sie fiktional zu verdichten. Es gehe dabei um Schnellfeuerwaffen des fiktiven Waffenherstellers HSW, die in Provinzen Mexikos geliefert werden, die auf der Embargoliste der Bundesregierung stehen. Die illegale Weitergabe in diese Regionen werde von HSW organisiert und verschleiert und von den zuständigen Behörden geduldet. Die staatliche Endverbleibskontrolle werde also bewusst ausgehebelt.

Foto: © SWRDie Grundlage des Films bilden die umfangreichen Recherchen des Regisseurs Harrich. Jürgen Grässlin von der DFG-VK und einer der Sprecher der Aktion Aufschrei war von Anfang an als Fachberater mit dabei. In einer Demo-Szene ist auch das Logo der Aufschrei-Kampagne zu sehen, ebenso wie Jürgen Grässlin selbst und Aufschrei-Sprecher Paul Russmann. Auch der Rechtsanwalt Holger Rothbauer, der die Aufschrei-Kampagne in juristischen Fragen vertritt, taucht im Film auf.

TV-Dokumentation: "Tödliche Exporte - Wie das G36 nach Mexiko kam"

Die anschließende Dokumentation "Tödliche Exporte - Wie das G36 nach Mexiko kam" zeigte dann, wie leicht der politische Grundsatz - keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete, Folter- und Polizeistaaten - von deutschen Rüstungsfirmen umgangen werden kann. Die Doku ist zwar leider nicht mehr im Internet verfügbar, der SWR und der BR haben aber die wichtigsten Erkenntnisse daraus in einer Web-Doku zusammengefasst.

Der ARD-Themenabend „Waffenexporte“ sorgte für Aufsehen und eine hohe Einschaltquote: „Meister des Todes“ schauten sich 4,5 Millionen Zuschauer an, die Dokumentation sahen 3,2 Millionen. Auch in den Medien hat der Themenabend für enorme Resonanz gesorgt. 

Buch: Netzwerk des Todes

Daniel Harrich, Jürgen Grässlin und die Journalistin Danuta Harrich-Zandberg haben zu dem Film auch das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis "Tödliche Exporte" verfasst. Es erschien am 21. September 2015.

Update: Grimme-Preis für Filme über deutsche Waffenexporte

Der Regisseur Daniel Harrich und sein Team bekamen für ihre journalistischen Leistungen bei den Recherchen unter anderem für die Dokumentation "Tödliche Exporte" und den Spielfilm "Meister des Todes" den Grimme-Preis. Das wurde am 9. März 2016 bekannt gegeben.

Die Jury lobte die „außergewöhnliche investigative Recherche“ zum Thema des illegalen Waffenhandels und die „beispielhafte Aufbereitung des zusammengeführten Materials in verschiedenen Fernsehformaten“, heißt es in der Pressemeldung des Grimme-Instituts.

Die Preisverleihung fand am 8. April in Marl statt. Auch Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin und Aufschrei-Rechtsanwalt Holger Rothbauer waren aufgrund ihrer Funktion als fachlicher Berater und Anzeigeerstatter als Preisträger geladen und nahmen an der Preisverleihung teil.

Update 2: 10. Marler Medienpreis Menschenrechte für Politthriller "Meister des Todes"


Preis Jürgen Grässlin, Foto: D. Harrich

Am 14. Oktober 2017 wurde der 10. Marler Medienpreis Menschenrechte (m3) von Amnesty International in Marl verliehen. In der Kategorie "Film" wurde der Politthriller "Meister des Todes" von Daniel Harrich mit dem renommierten Preis ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury zur Nominierung des Films heißt es, der spannende Politthriller mache wegen seines realen Hintergrundes erschreckend deutlich klar, dass die in der Wirklichkeit Agierenden hinterhältiger und raffgieriger seien, als es sich ein Drehbuchautor ausdenken könne. Es sei gut zu wissen, dass der Film mitgeholfen hat, Verantwortliche dieser Machenschaften vor Gericht zu bringen.


Verleihung des M3, Foto: privat

Aufschrei-Rechtsanwalt Holger Rothbauer hat stellvertretend für Jürgen Grässlin den Preis entgegengenommen. Der Preis ist nach dem Grimme-Preis 2016 bereits die zweite Ehrung des Filmes von Daniel Harrich.

Die deutsche Sektion von Amnesty International vergibt den Marler Medienpreis Menschenrechte seit 2001 für TV-, Radio- und Printbeiträge, die in Deutschland veröffentlicht wurden. Der undotierte Preis würdigt Beiträge, die in außergewöhnlicher Weise das Thema Menschenrechte behandeln. In diesem Jahr sind laut Amnesty für diesen Preis knapp 100 Fernsehbeiträge von elf verschiedenen Sendern aus den Jahren 2015 und 2016 eingereicht worden. Daraus habe eine Jury – bestehend aus Mitgliedern von Amnesty International – 15 Beiträge ausgewählt. Vergeben wird der Marler Medienpreis in fünf Kategorien: "Magazin Inland", "Magazin Ausland", "Dokumentation Inland", "Dokumentation Ausland" und "Film".