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Rüstungsalarm in Stuttgart

Protest gegen Militärmesse ITEC 2018  mehr

Mitmachen:

Vom 21. Mai bis zum 3. Juni 2018 findet unter dem Motto „Frieden geht!“ ein Staffellauf gegen Waffenexporte von Oberndorf nach Berlin statt.  mehr

Materialien:

Aktionsflyer

Das Kampagnenfaltblatt zum Verteilen oder Auslegen an Infoständen mehr

Bücher:

Titelblatt von Grässlin, Harrich und Harrich-Zandberg: Netzwerk des Todes

Netzwerk des Todes - Das Enthüllungsbuch zum TV-Ereignis „Tödliche Exporte“ mehr

Bücher:

Schwarzbuch Waffenhandel - Wie Deutschland am Krieg verdient mehr.

Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Zivile Konfliktbearbeitung

Forum Ziviler Friedensdienst fordert massive Reduzierung von Waffenexporten in Drittstaaten

Das Forum Ziviler Friedensdienst (Forum ZFD) kritisiert die neue Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. forumZFD-Vorstandsvorsitzender Oliver Knabe hält sie in friedenspolitischer Hinsicht für zu wenig ambitioniert. Neben konkreten Zielvorgaben zur Friedensförderung fehlten auch messbare Ziele zur Reduzierung der Rüstungsexporte, so Knabe. Die Bundesregierung wolle lediglich die Zahl der im Ausland durchgeführten Projekte zur Sicherung, Registrierung und Zerstörung von Kleinwaffen angeben. „Deutschland sollte stattdessen als drittgrößter Rüstungsexporteur weltweit seine Ausfuhren in Drittstaaten massiv reduzieren und sich dafür Zielmarken setzen“, fordert Knabe.

Kritisch beurteilt das forumZFD auch die Ausführungen zur Flüchtlingspolitik in der Nachhaltigkeitsstrategie: „Die EU-Türkei-Erklärung oder die Migrationspakte mit nordafrikanischen Staaten, die im ersten Teil der Strategie explizit genannt werden, sind unserer Ansicht nach nicht mit den UN-Nachhaltigkeitszielen vereinbar, denn sie sind sowohl in menschenrechtlicher als auch in friedenspolitischer Hinsicht sehr bedenklich und eben nicht nachhaltig“, urteilt Knabe.

Das forumZFD und andere Organisationen, darunter auch die Aufschrei-Trägerorganisationen Ohne Rüstung Leben und Pax Christi, haben in den letzten Monaten mit einer Stellungnahme und anderen Maßnahmen darauf hingewirkt, dass die Bundesregierung die Friedensdimension in ihrer neuen Nachhaltigkeitsstrategie hinreichend berücksichtigt.

Zivile Konfliktbearbeitung statt Waffenexporte und Aufrüstung

Susanne Grabenhorst, die Vorsitzende der IPPNW, schreibt in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau über die Notwendigkeit, in zivile Konfliktbearbeitung zu investieren. "Kriege, Kriegsmanöver, Nato-Dominanz, Waffenexporte und Aufrüstung sind ungeeignet, die internationale Sicherheit voranzubringen", erklärt Grabenhorst. Vielmehr brauche es ernsthafte Abrüstungsanstrengungen, eine Demilitarisierung der Konfliktgebiete sowie eine engagierte Unterstützung für die Menschen in verelendeten Weltregionen.

„Krieg gegen Terror“: Mit Krieg zum Frieden?, fr-online.de, 02.07.2016

Brot für die Welt: Krieg gegen den Terrorismus? Die militärische Logik ist keine Option!

Brot für die Welt, eine der Trägerorganisationen der Aufschrei-Kampagne, hält in einem Positionspapier zu den Schritten gegen den Terrorismus die militärische Logik für keine Option.

Die Organisation fordert vielmehr eine friedenslogische statt sicherheitslogische Strategie und unter anderem einen Stopp von Rüstungsexporten in die Krisenregion Naher und Mittlerer Osten, die Rücknahme von Lizenzen zum Nachbau deutscher Waffen und Maßnahmen zur Abrüstung und Verschrottung von im Umlauf befindlichen Waffen.

Deutschland sollte Frieden exportieren – statt Waffen und Soldaten

Gewaltlose Konfliktbearbeitung wird oft als naiv betrachtet. Doch sie hat im Gegensatz zur Rüstungspolitik, zu militärischen Mitteln und Waffenlieferungen, bewiesen, dass sie funktioniert, meint der Friedens- und Konfliktforscher Markus Weingardt in einem Gastbeitrag auf evangelisch.de. Das zu leugnen sei weltfremd.

Krieg und Frieden: Weltfremde Rüstungspolitik, evangelisch.de, 06.08.2015

Über Möglichkeiten der zivilen Konfliktbearbeitung angesichts der Gewalt des IS

Die Bundesregierung hatte Anfang Februar weitere Waffenlieferungen in den Irak beschlossen, um die kurdische Peschmerga im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung wurden dagegen bislang nicht angewandt.

Susanne Luithlen vom Forum Ziviler Friedensdienst beschäftigt sich in einem Artikel im "Magazin forumZFD" mit der Frage, wie zivile Konfliktbearbeitung angesichts der Gewalt des IS aussehen könnte.

Sie schlägt unter anderem vor, syrische Flüchtlinge zu unterstützen, den Waffenhandel mit den Golfstaaten einzustellen und auf deren Herrscher einzuwirken, damit sie die Unterstützung und Duldung sunnitischer Extremisten einstellen.

Dämonisierung ist keine Politik: Zivile Konfliktbearbeitung als Handlungsprinzip in eskalierten Gewaltkonflikten, formzfd.de, MAGAZIN forumZFD 1/2015

Ökumenische Friedensdekade: Befreit zum Widerstehen

"Befreit zum Widerstehen" ist das Motto der 35. Ökumenischen Friedensdekade. Sie geht in diesem Jahr vom 9. bis 19. November. In dieser Zeit beschäftigen sich Christen bundesweit mit den Themen Rüstungsproduktion und -exporte, Flüchtlingspolitik, gewaltfreie Konfliktbarbeitung und Friedensförderung sowie mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Die Ökumenische Friedensdekade findet seit Anfang der 80er Jahre immer im November während der zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Ihr Trägerkreis besteht aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF).

Termine

Weitere Informationen

Bremen: Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche fordert zivile Konfliktbearbeitung statt Waffen und Soldaten

Pastor Martin Warnecke, der Friedensbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, kritisierte Bundespräsident Joachim Gauck heftig für dessen unermüdliches Engagement für deutsche Militäreinsätze.

Am 20. September erklärte Warnecke in seiner Rede auf der zentralen Gedenkveranstaltung zum Beginn des 1. Weltkriegs in Bremen, dass der Bundespräsident versuche, bei den deutschen Bundesbürgern heute wieder eine Akzeptanz für deutsche Kriegsbeteiligungen zur Sicherung von Rohstoffen, Märkten und Transportwegen in aller Welt zu erreichen.

Doch für Deutschland, das zwei Weltkriege begonnen hat, gebe es, so Warnecke, nur eine angemessene Option, und das ist die zivile, die gewaltfreie Option. „Anstatt Soldaten in alle Welt zu schicken, anstatt als weltweit drittgrößter Exporteur von Waffen mit dem Tod zu handeln, gilt es, den Bereich der zivilen und gewaltfreien Konfliktbearbeitung wirksam zu stärken“, sagte Warnecke.

Frieden vorbereiten statt Krieg: Wider Gaucks Plädoyer für deutsche Militäreinsätze, reformiert-info.de, 20.09.2014

Badischer Landesbischof in spe: Kirche muss sich gegen Rüstungsexporte und für gewaltfreie Lösung von Konflikten einsetzen

Der künftige evangelische Landesbischof von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, hat in einem Interview mit dem Badischen Tagblatt erklärt, dass die Kirchen in der Friedensfrage einen besonderen Auftrag hätten. Einerseits fordern sie ein Rüstungsexportverbot, da Rüstungsexporte falsch seien und zu einer weltweiten Militarisierung von Konflikten führten. „Mit dem Export von Kleinwaffen in Krisengebiete sollten deutsche Unternehmen kein Geld verdienen,“ erklärte Cornelius-Bundschuh gegenüber dem Badischen Tagblatt.

Andererseits geht es aber, so Cornelius-Bundschuh, um mehr, denn Jesus rufe uns zur Feindesliebe. Darauf könne man reagieren, indem man gewaltfreie Formen der Konfliktbewältigung einübe.

"Das Leben ist nicht nur ein Event", badisches-tagblatt.de, 24.05.2014

Siehe auch:
Neuer Landesbischof in Baden: Cornelius-Bundschuh ist gegen Rüstungsexporte, ka-news.de, 29.05.2014

Ökumenische Versammlung 2014 für sofortigen Stopp von Rüstungsexporten

Vom 30. April bis 4. Mai 2014 fand in Mainz eine Ökumenische Versammlung statt. Laut den Veranstaltern kamen dort weit mehr als 500 Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen, um sich in Workshops, Vorträgen und Diskussionsforen mit den aktuellen Problemen der kapitalistischen Wirtschafts- und Lebensweise zu beschäftigen.

In der von ihnen verabschiedeten „Mainzer Botschaft: Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung“ fassen die Teilnehmer der Versammlung die Ergebnisse ihrer Diskussionen zusammen. Sie kommen darin zu dem Schluss, dass „diese Wirtschaft tötet“ und die Menschen „sich in einer zerstörerischen Spirale der Gewalt“ befinden. Daher setzen sie sich nicht nur unter anderem für eine weltweite solidarische Sicherung der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen, einen gerechten Zugang zu den Ressourcen und eine Geldschöpfung in öffentlicher Hand nach demokratisch gefassten Regeln sowie für die Abkehr vom Wachstumsdogma und das Ende der Ausbeutung der Mitwelt ein, sondern auch für einen sofortigen Stopp von Rüstungsexporten, einen Militärausstieg und die Anerkennung von gewaltfreier Kommunikation und ziviler Konfliktbearbeitung als Lebensmaxime.

Mainzer Botschaft der Ökumenischen Versammlung 2014 „Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung“, oev2014.de

Badische Landeskirche fordert: „Export von Kriegswaffen einstellen“

Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche in Baden (badische Landessynode) hat in Bad Herrenalb unter dem Titel „Kirche des gerechten Friedens werden“ ein Papier zur Friedensethik beschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der badischen Landeskirche hervor. Darin erklärt sie, dass sie sich künftig sowohl in der Politik als auch innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland für die gewaltfreie Konfliktbewältigung stark machen werde.

Außerdem ruft sie Bundestag und Bundesregierung dazu auf, beim Export von Kriegswaffen die gesetzlichen Regelungen einzuhalten und die Entscheidungen des Bundessicherheitsrats transparent zu machen. Sie fordert, dass die Ausfuhr von Kriegswaffen mittelfristig ganz eingestellt werden müsse.

Landeskirche setzt sich für zivile Konfliktbewältigung ein, Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche Baden, www.ekiba.de, 24.10.2013

Der Beschluss im Wortlaut: Friedensethik Beschluss der evangelischen Landeskirche in Baden