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Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Kritische Aktionäre Deutsche Bank

Mit Gegenanträgen, Reden und fantasievollen Aktionen kritisieren die Kritischen Aktionäre und andere Organisationen seit vielen Jahren bei den Hauptversammlungen der Bank unter anderem deren Finanzierung von Rüstungskonzernen und fordern einen Ausstieg aus dem Waffengeschäft.

Hauptversammlung 2018

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 24. Mai in Frankfurt wiesen die Kritischen Aktionäre, Facing Finance, Urgewald und MISEREOR auf grobe Defizite der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Unternehmenspraxis der Bank hin. Unter anderem wurde kritisiert, dass die Deutsche Bank Konzerne wie BAE Systems, Rheinmetall oder MTU Aero Engines finanziere, obwohl diese erwiesenermaßen Rüstungsgüter an die Länder der von Saudi-Arabien geführten Golf-Allianz liefern, die seit drei Jahren einen brutalen Krieg im Jemen führen.

Reden, Gegenanträge etc.

Hauptversammlung 2017

Bei der diesjährigen Hauptversammlung forderten die Kritischen Aktionäre die Deutsche Bank auf, aus der Finanzierung ökologisch und sozial verantwortungsloser Projekte auszusteigen. Dazu gehöre unter anderem die Dakota Access-Pipeline in den USA und die Kohlekraftwerke von Punta Catalina in der Dominikanischen Republik. Christoph Rinneberg wies in seiner Rede auch auf die Finanzierung von Rüstungsunternehmen hin und forderte einen Ausstieg aus dem Rüstungsgeschäft, wenn die Deutsche Bank es wirklich ernst meine mit ihrer für Transparenz sorgenden Geschäftgsführung.

Reden, Gegenanträge etc.

Hauptversammlung 2016

Die Kritischen Aktionäre beantragten auf der diesjährigen Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt, den Vorstand wegen der Finanzierung von Rüstungsfirmen und brutalem Bergbau in den USA (Mountaintop Removal) nicht zu entlasten. Vor Beginn der Hauptversammlung verteilte urgewald Putzlappen für den überfälligen Frühjahrsputz von Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

Reden, Gegenanträge etc.

Hauptversammlung 2015

Am 21. Mai forderte der Dachverband der Kritischen Aktionäre auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in seinem Gegenantrag, den Vorstand nicht zu entlasten. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass die Deutsche Bank nach wie vor bedeutende Rüstungsfirmen zu ihren Klienten zählt, darunter auch Atomwaffenhersteller. Nach Recherchen der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) habe die Deutsche Bank in den letzten Jahren 13 Atomwaffenkonzernen durch Kredite oder die Ausgabe von Anleihen mit Kapital versorgt und so die Entwicklung, Modernisierung und Wartung nuklearer Waffensysteme unterstützt. Wichtige Kunden aus der Branche seien BAE Systems, Airbus Group, Honeywell International und Raytheon. Die Deutsche Bank verfüge zwar über eine interne Rüstungsrichtlinie, die die Finanzierung von direkten Transaktionen im Zusammenhang mit kontroversen Waffen wie Atomwaffen untersage. Dies hindere sie jedoch nicht daran, (Rüstungs-) Mischkonzerne über die Ausgabe von Anleihen oder die Vergabe von Unternehmenskrediten weiter zu finanzieren.

Reden, Gegenanträge etc.

Hauptversammlung 2014

Die Kritischen AktionärInnen, ethecon und ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen übergaben bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 22. Mai den Negativpreis Black Planet. Die Kritischen Aktionäre forderten in ihrem Gegenantrag zudem die Nichtentlastung des Vorstandes. Sie begründeten dies unter anderem damit, dass die Deutsche Bank nach wie vor ein wichtiger Finanzier der Atomwaffenindustrie sei. Im Oktober 2013 habe die Antiatomwaffenkampagne ICAN die Studie „Don ́t Bank On The Bomb“ von IKV Pax Christi vorgestellt, nach der die Deutsche Bank Finanzdienstleistungen für Atomwaffenhersteller in der Größenordnung von ca. 3,6 Milliarden Euro bereitgestellt habe. Zu den wichtigsten Kunden gehörten Unternehmen wie Northrop Grumman, BAE Systems oder Thales.

Reden, Gegenanträge etc.

Hauptversammlung 2013

Bei der diesjährigen Hauptversammlung wiesen die Kritischen Aktionäre und andere Nichtregierungsorganisationen darauf hin, dass die Deutsche Bank keinen "Kulturwandel" hin zu einem ökologisch und sozial nachhaltigen Finanzinstitut vollzogen habe. Sie unterhalte vielmer weiter Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die Umwelt- und Menschenrechte missachten, vergebe Anleihen und Kredite an Atomwaffenproduzenten sowie Exporteure von Rüstungsgütern in Krisengebiete und spekuliere mit Agrarrohstoffen.

Reden, Gegenanträge etc.