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Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Kritischen AktionärInnen Heckler & Koch gegründet

Am 3. Februar 2018 gründeten rund 70 TeilnehmerInnen einer Veranstaltung des RüstungsInformationsBüros (RIB e. V.) in Freiburg die Kritischen AktionärInnen Heckler & Koch, kurz KA-H&K. Dabei handelt es sich um eine Initiative des RIB e. V. in Zusammenarbeit mit AktivistInnen von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!, Ohne Rüstung Leben, IPPNW, DFG-VK, pax christi, GEW, AWC Deutschland e. V. und des Freiburger FriedensForums.

In Redebeiträgen, Filmvorführungen und Diskussionen wurde nachmittags über folgende Themen referiert und lebhaft diskutiert:

  • „Wege des erfolgreichen Widerstands gegen Heckler & Koch – Deutschlands tödlichstes Unternehmen!“ (Jürgen Grässlin, RIB-Vorsitzender)
  • „Vom Töten leben – Filmsequenzen zur Waffenstadt Oberndorf und H&K (Wolfgang Landgraeber, Filmemacher aus München)
  • „Das deutsche G36 in Mexiko. Der Einfluss gesellschaftlicher Akteure auf die deutsche Exportpolitik von Kleinwaffen“ (Charlotte Kehne, Referentin für Rüstungsexportkontrolle bei Ohne Rüstung Leben)
  • „Warum die H&K-Geschäftsführung kritische Aktionär*innen fürchtet – 110 brisante Fragen und erhellende Einsichten zu den Defiziten der Grünen-Länder-Strategie von Heckler & Koch“ (Magdalena Friedl, RIB-Vorstand und Direktorin RIB Österreich)
  • Livescreen zu „Praktische Tipps zum Kauf einer H&K-Aktie an der Euronext-Börse in Paris und zum Mitmachen bei den Kritischen Aktionär*innen H&K“ (Stephan Möhrle, RIB-Vorstand und Büroleiter)

Um 18:00 Uhr wurden dann die „Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch (KA H&K)“ mit einem gemeinsamen Fotoshooting gegründet. Sie fordern von Vorstand und Aufsichtsrat von Heckler & Koch

  • die Transparenz bei allen Waffen-, Finanz- und Personalgeschäften der Heckler & Koch AG,
  • die individuelle Veröffentlichung der Gehälter (Grundgehalt und Boni) aller Vorstände und Aufsichtsräte,
  • die sofortige umfassende Offenlegung der Besitzverhältnisse der Heckler & Koch AG,
  • die Zulassung der Vertreter*innen von Medien bei allen Hauptversammlungen von Heckler & Koch,
  • die Gründung eines Opferfonds aus dem Geschäftsetat der Heckler & Koch AG zur Finanzierung medizinischer und therapeutischer Maßnahmen zugunsten der – Millionen! – Opfer des weltweiten Einsatzes der Kleinwaffen von Heckler & Koch (Pistolen, Maschinenpistolen, Sturm-, Maschinen- und Scharfschützengewehre sowie Spezialwaffen),
  • den Stopp aller Altaufträge mit Kleinwaffenlieferungen an „gelbe“ und „rote“ Staaten, wie zum Beispiel Indonesien, Südkorea, Türkei und Katar,
  • den Stopp aller Kleinwaffenexporte an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten. Nach der Definition der KA-H&K zählen diese allesamt zu „roten Staaten“ – unabhängig davon, ob sie Mitglied der NATO beziehungsweise EU sind oder nicht (also auch keine Waffenexporte in die USA, nach Frankreich etc.) und
  • die Umstellung der Waffenproduktion auf eine nachhaltige zivile Fertigung im Bereich der Medizin-, Energie- und Umwelttechnik!

Um ihre Ziele zu erreichen, werden die Kritische Aktionärinnen als MitbesitzerInnen des Unternehmens in den Hauptversammlungen Gegenanträge stellen, sowohl inhaltlicher Art als auch, wenn nötig, auf Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie werden zu allen relevanten Themen umfassende Fragen vorbringen, die gemäß Aktienrecht von der Verwaltung beantwortet werden müssen.

Und sie werden den Zeitraum zwischen den Hauptversammlungen nutzen, um in den Empfängerländern von Heckler-&-Koch-Waffenexporten legale wie illegale Geschäftspraktiken aufzudecken und deren dramatischen Folgen für die Opfer aufzuzeigen.

Auch Sie können bei den Kritischen AktionärInnen Heckler & Koch mitmachen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter:

Kritische Aktionär*innen Heckler & Koch (KA-H&K),
c/o RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.), Stühlinger Straße 7, 79106 Freiburg
www.rib-ev.de, rib@rib-ev.de, Tel.: 0761-7678088

Die Gründung der KA-H&K stieß auf breites Medienintersse. Bereits im Vorfeld hatten Medienvertreter Hintergrundgespräche und Interviews für Printmedien und Radiosender mit den Initiatoren durchgeführt. Und auch an der Gründungsversammlung nahmen Medienvertreter teil.

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