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Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Deutsche Rüstungsexporte nach Pakistan

Obwohl zum Beispiel die Menschenrechtslage in Pakistan schwierig ist, das Land in einer konfliktreichen Region liegt und als Rückzugsort der Taliban gilt, der Kaschmirkonflikt mit Indien für anhaltende Spannungen sorgt und das Land immer wieder Schauplatz gewaltsamer innere Auseinandersetzungen geworden ist, hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren immer wieder Rüstungsexporte dorthin gebilligt und das nicht wenig.

Allein zwischen 2001 und 2018 genehmigte sie Rüstungsexporte im Wert von rund 1,07 Milliarden Euro nach Pakistan. Dabei handelte es sich vor allem um elektrische Geräte, Sprengkörper, Fluggeräte, Fahrzeuge/Panzer und Kriegsschiffe. Deutsche Waffenfirmen durften in diesem Zeitraum aber unter anderem auch Simulatoren, leichte Waffen, Software, Munition, Kleinwaffen und chemische Stoffe nach Pakistan liefern.

Stand Feb. 2020

Weitere Informationen:

Nachrichten über Rüstungsexporte nach Pakistan

Trotz Kaschmirkonflikts: Bundesregierung genehmigt zahlreiche Waffenlieferungen an Indien und Pakistan

Schon seit Jahrzenten schwelt ein Konflikt zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan um Kaschmir. Vor allem in den letzten Wochen hat dieser sich deutlich verschärft. Dennoch zählen beide Länder zu den fünf Entwicklungsländern, an die in den letzten beiden Jahren die meisten deutschen Waffenexporte genehmigt wurden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Uwe Kekeritz hervor.

Wie das Wirtschaftsministerium darin schreibt, hat die Bundesregierung im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 25. Juli 2019 Waffenexporte nach Indien im Wert von rund 278 Millionen Euro genehmigt. Von allen Entwicklungsländern steht Indien damit auf Platz zwei nach Ägypten (1,5 Milliarden Euro). Pakistan befindet sich mit rund 247 Millionen Euro auf Platz drei.

Weiter Entwicklungsländer waren Indonesien (Platz vier mit 142 Millionen Euro) und Marokko (Platz fünf mit rund 75 Millionen Euro)

Siehe dazu auch:

Weitere Informationen zu Rüstungsexporten und Empfängerländern:

CAAT-Datenbank zu Rüstungsexporten der EU-Staaten
Informationen über Rüstungsexporte, aufgeschlüsselt nach Liefer- und Empfängerstaat, Jahr und Art der exportierten Güter

Rüstungsexportberichte der Europäischen Union

UN-Waffenregister
Im UN-Waffenregister (United Nations Register of Conventional Arms, kurz: UNROCA) ist der weltweite Handel mit Großwaffensystemen und mit Klein- und Leichtwaffen seit 1992 dokumentiert.

BITS-Datenbank
Über die Datenbank der Berliner Informationsstelle Transatlantische Sicherheit (BITS) können Informationen über deutsche Rüstungsexporte abgerufen und nach Land, Kategorie und sogar Unternehmen gefiltert werden.

Datenblätter zu Empfängerländern von waffenexporte.org
Zusammenstellung der Angaben der Rüstungsexportberichte der Bundesregierung ab dem Jahr 2000 zu Rüstungsexportgenehmigungen. Waffenexporte.org wird von Jan van Aken (MdB Die Linke) betrieben.

Länderdatenbank des BICC
In einer Datenbank hat das Bonn International Center for Conversion (BICC) 170 Länder hinsichtlich der acht Kriterien des gemeinsamen Standpunktes der EU ausgewertet

Länderportraits des BICC
Informationen zu Rüstung, Militär und Sicherheit in wichtigen Empfängerländern deutscher Rüstungsimporte

SIPRI-Jahrbücher auf Deutsch (Kurzfassungen)

SIPRI-Jahrbuch
Sämtliche Jahrbücher des Stockholm International Peace Research Institut (SIPRI) seit 1968 auf Englisch

SIPRI-Datenbanken
Datenbanken des Stockholm International Peace Research Institut (SIPRI)

Global Net – Stop The Arms Trade” – gn-stat.org
Das Informationspool gn-stat.org ist ein internationales Projekt gegen Rüstungsexporte, das die Geschichte und aktuelle Fälle des Waffenhandels in aller Welt aufarbeitet.

RüstungsInformationsBüro
Informationen zu Waffenproduktion und Rüstungsexporten