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Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Pressemitteilung

09.03.2014

pax christi Diözesanversammlung im Bistum München und Freising bei der Gilchinger Pfarreigruppe

Gut gefüllt war der Vitussaal der Pfarrei St. Sebastian Gilching, in dem am 8. März die Mitglieder der katholischen Friedensbewegung pax christi ihre diesjährige Diözesanversammlung abhielten. Begrüßt wurden die Anwesenden durch den Gilchinger Pfarrer Linz und durch Elisabeth Hafner für die Gilchinger pax christi Gruppe.

Mit Paul Russmann von der ökumenischen Aktion Ohne Rüstung Leben war einer der Sprecher der Kampagne Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel nach Gilching zu kommen, um den thematischen Teil zu gestalten. Gleich zu Anfang ließ er die Anwesenden sich auf verschiedene Zonen des Raumes verteilen, um so die Stimmung zum Thema Rüstungsexporte einzufangen. Wie in diesem Rahmen nicht anders zu erwarten war, sammelten sich die meisten Teilnehmer in der Ecke der strikten Ablehner von Rüstungsexporten. Fragen nach dem Warum, führten dann aber zu ganz unterschiedlichen Antworten, so etwa zu der Aussage: Ohne Waffen keine Kriege, der nicht alle im Saal folgen konnten.

Auch wenn die Meinung verhältnismäßig eindeutig gegen Rüstungsexporte auszumachen war, waren viele überrascht von den Zahlen, die präsentiert wurden. Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur. 55 Prozent dieser Waffen gingen 2012 in Länder außerhalb der Nato und 21% in Länder, die Entwicklungshilfe beziehen. Für 2011 stellte das Bonn International Center for Conversion (BICC) fest, dass in 64 der belieferten Länder die Menschenrechtssituation als bedenklich eingestuft wird, es in 39 Ländern schwere interne Gewaltkonflikte gebe und in 9 Ländern die Gefahr bestehe, dass die unverhältnismäßig hohen Rüstungsausgaben die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Länder mit großen Finanzproblemen wie etwa Griechenland würden trotz ihrer Probleme aufgefordert ihre Verträge einzuhalten und deutsche Waffen abzunehmen. Recherchen von Journalisten zum Thema hätten inzwischen dazu geführt, dass gegen verschiedene Hersteller von Kleinwaffen die Staatsanwaltschaft wegen illegaler Waffenexporte ermittle. Die Anwesenden forderte Paul Russmann auf, ihre Abgeordneten immer wieder nach deren Position zu befragen und ihnen auch zu vermitteln, dass ihnen ein Verbot von deutschen Rüstungsexporten immer noch ein wichtiges Thema sei.

Im zweiten Teil der Diözesanversammlung berichtet die Diözesanleitung zu den Aktivitäten des letzten Jahres und gab einen Ausblick auf vielfältige Initiativen in 2014 zum Thema „Nie wieder Krieg“ auf dem Hintergrund des Beginns des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren.

Mit einem Gottesdienst unter Leitung des Geistlichen Beirats Charles Borg-Manché wurde die Diözesanversammlung beschlossen.

Das Dankeschön zum Abschluss galt vor allem der Gilchinger pax christi Gruppe, die für den Rahmen, insbesondere für die Verpflegung, gesorgt hatte und der Pfarrei, die die Räumlichkeiten mit dem Vitussaal zur Verfügung stellte.

Kontakt:
Martin Pilgram
Vorsitzender von pax christi in der Diözese München& Freising,
Römerstr. 114,
82205 Gilching,
email: marin.pilgram@gmx.de

Hinweis: der BR berichtet am 17.3. von 21:05 – 22:00 im Rahmen seiner Sendereihe: Theo.Logik (Bayern 2) über Kirche gegen Rüstungsexporte auch von der Diözesanversammlung in Gilching.

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