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© meinhardt.info

Pressemitteilung von terre des hommes-Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd

20.03.2014

Keine Waffen in Kinderhände - Waffenexporte stoppen -Appell an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD

Weltweit sind rund 250.000 Kindersoldaten im Einsatz, oft gegen ihren Willen. Sie kämpfen an der Waffe für staatliche Armeen oder andere bewaffnete Gruppen, werden als Spione, Köche oder Lastenträger eingesetzt. Viele von ihnen werden auch sexuell ausgebeutet. Das alles mit verheerenden Folgen für ihre psychische und physische Entwicklung. Meist leiden diese Mädchen und Jungen ein Leben lang unter den schrecklichen Erlebnissen.

Viele Kindersoldaten kämpfen mit Kleinwaffen aus deutscher Produktion. Vom Hersteller Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar sind beispielsweise weltweit rund zehn Millionen Sturmgewehre des Typs G3 im Einsatz, viele davon in Kinderhand. Alleine auf legalem Wege wurde das G3 nach Angaben der Bundesregierung in mehr als 80 Länder geliefert. Deutschland ist die drittgrößte Rüstungsexportnation der Welt, hinter den USA und Russland. Millionen von Kleinwaffen aus deutscher Herstellung landen in Krisen- und Konfliktgebieten. Diese Waffen eignen sich besonders für Kindersoldaten, da sie klein und leicht handhabbar sind.

Besonders bedrückend ist, dass die deutschen Exportzahlen für Kleinwaffen seit 2012 in die Höhe geschnellt sind. Dies war nur dadurch möglich, dass Länder wie Saudi-Arabien als Hauptimporteure Kleinwaffen von Firmen wie Heckler & Koch bezogen haben. Damit setzt die deutsche Bundesregierung mit ihrer Exportpolitik auf die Bewaffnung von Regimen, die bekannt sind für Menschenrechtsverletzungen. So rüstet Deutschland eine Region hoch, in der bereits Kriege toben und andere Konflikte sich dramatisch zugespitzt haben. Durch dieses unverantwortungsvolle Handeln werden die Bedingungen für den Einsatz neuer Kindersoldaten geschaffen. Das Kinderhilfswerk terre des hommes forderte deswegen zum Red Hand Day am 12. Februar: „Keine Waffen in Kinderhände - Waffenexporte stoppen!“

Die terre des hommes - Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd und die Gmünder Initiative gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten stellen sich hinter diese Forderung und appellieren in einem ausführlichen Schreiben an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland keine Waffen mehr in Krisen- und Konfliktgebiete exportiert, in denen Kindersoldaten eingesetzt oder Menschenrechte verletzt werden. Die Unterzeichner/innen dieses Appells verlangen außerdem, dass die Vergabe von Waffenproduktionslizenzen in Länder außerhalb von EU und NATO komplett gestoppt wird, da die so produzierten Waffen in vielen Fällen in Krisengebiete gelangen. Der Appell an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD soll demnächst an die Adressaten versandt werden. Über das Kontakttelefon 07171/71162 ist es noch für kurze Zeit möglich, sich diesem anzuschließen.

Kontakt:
terre des hommes-Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd
c/o Norbert Müller
Leinweg 21
73527 Schwäbisch Gmünd
Tel.: 07171–71162

Brief als PDF