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© meinhardt.info

Pressemitteilung 30. März 2015:

Kritische Aktionäre verweigern Daimler die Entlastung      

Trotz guter Zahlen:
Daimler-Aktionäre verweigern am Mittwoch Dieter Zetsche die Entlastung wegen Täuschung beim Kraftstoffverbrauch, dem Export von Mercedes-Militärfahrzeugen und der mangelhaften Aufklärung bei Finanzierung von Folterzentrum in Brasilien.

Stuttgart/Berlin/Freiburg – „Trotz guter Auftragslage und einer hohen Dividende“ will der Verband der Kritischen Daimler AktionärInnen (KAD) anlässlich der Hauptversammlung des Automobilkonzerns am kommenden Mittwoch, den 1. April 2015, in Berlin „Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten“, erklärte KAD-Sprecher Paul Russmann: „Die Kritischen Daimler-Aktionäre stimmen in ihren Anträgen gegen die Entlastung wegen der Täuschung beim Kraftstoff- verbrauch, den Rüstungsexporten von Mercedes-Militärfahrzeugen in menschenrechtsverletzende Staaten und der mangelhaften Aufklärung bei der Finanzierung eines Folterzentrums in Brasilien.“

Russmann wirft der Daimler AG vor „für ihre Fahrzeuge viel zu niedrige Verbrauchswerte anzugeben. Seitdem der CO2-Ausstoß mit über die Höhe der Kfz-Steuer entscheidet, melden Autohersteller wie die Daimler AG für ihre Fahrzeugflotte immer unrealistischere Verbrauchswerte an die Zulassungsbehörden. Das belastet den Geldbeutel der Käufer bei den Benzinkosten, führt zu hohen Kfz-Steuerausfällen und untergräbt die Klimaschutzbemühungen!“

„Daimler-Chef Zetsche soll den ungebremsten Export von Mercedes-Militärfahrzeugen und Actros-Panzertransporten in Krisen- und Kriegsgebiete sofort stoppen“, verlangt KAD-Sprecher Jürgen Grässlin: „Menschen müssen vor Panzern fliehen, die – wie im Libyen-Krieg – auf Daimler- Transportern ins Kriegsgebiet transportiert wurden. Hemmungslos exportierte Mercedes auch Militärfahrzeuge an menschenrechtsverletzende Militärs in Ägypten, Kuwait und Pakistan, wo die Menschenrechte unter die Räder gelangen.“

Als Sprecher der Kampagne ‚Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!’ fordert Grässlin den Daimler-Vorstand auf: „Bleiben Sie nicht auf halber Strecke stehen. Nach dem von uns geforderten und endlich vollzogenen Ausstieg aus den Rüstungsschmieden EADS und Tognum/Rolls-Royce-Power-Systems muss jetzt bei Mercedes Military vollständig auf zivile Fahrzeugproduktion umgestellt werden.“

Christan Russau, Vorstandsmitglied der Kritischen Aktionäre, fordert den Daimler-Vorstand auf, endlich umfassend die Verstrickungen des Konzerns in die brasilianische Militärdiktatur (1964 bis 1985) untersuchen zu lassen. Brasiliens Nationale Wahrheitskommission hatte die Niederlassung von Mercedes-Benz in Brasilien im Dezember 2014 in ihrem Abschlussbericht als einen der Finanziers des Folterzentrums Oban genannt.

„Da ein Großteil der Akten in Brasilien verschwunden oder zerstört ist, sollte Daimler in einem ersten Schritt auf die Zeitzeugen und Betroffenen zugehen, sie interviewen, um das historische Gedächtnis zu bewahren“, schlägt Russau vor. Weiterhin müsse sich „Daimler in einem zweiten Schritt seiner Verantwortung gegenüber den Opfern, deren Angehörigen und der brasilianischen Gesellschaft stellen."

Interviews vor und während der Hauptversammlung: Paul Russmann, mobil: 0176-28044523 oder 0711-608396, Jürgen Grässlin, mobil: 0170-6113759; Christian Russau, mobil: 0171 - 2095585

Gegenanträge auf www.kritischeaktionaere.de

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