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Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Hamburg: Volksinitiative gegen Rüstungsexporte startet Unterschriftensammlung für einen zivilen Hafen

Über 100 Menschen kamen am 20. März 2021 zu einer Kundgebung und einer Kunstperformance am Rathausmarkt in Hamburg zusammen. Anlass war der Start der Sammlung von Unterschriften für einen zivilen Hafen und ein weltoffenes Hamburg. In den nächsten sechs Monaten sollen mindestens 10.000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt werden, die konkret folgendes fordert: "Senat und Bürgerschaft sollen innerhalb eines Jahres eine Rechtsgrundlage schaffen, die den Transport und Umschlag von Rüstungsgütern über den Hamburger Hafen verbietet."

Weshalb das Verbot nötig ist, zeigt das Ausmaß der Waffenexporte über den Hamburger Hafen. Über 1000 Container mit der tödlichen Fracht werden laut der Volksinitiative jährlich verladen. „Bomben, Panzer, Kleinwaffen und Munition, Kernbrennstoffe, Torpedoaufzüge für U-Boote sowie Kriegsschiffe und Ersatzteile gehen über Hamburg u. a. nach Mexiko, Brasilien oder Kolumbien – in Länder, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Auch Saudi-Arabien und die Türkei erhalten aus Hamburg Rüstungsgüter, mit denen sie u.a. in Syrien, im Jemen, bzw. gegen die Kurd*innen Krieg führen“, schreibt sie auf ihrer Webseite. Die davon profitierenden Unternehmen seien nicht nur Blohm und Voss sowie Rheinmetall, sondern auch andere. Deren Risiko von Zahlungsausfällen wird dabei auch noch durch Hermeskredite abgesichert.

Aktive stellen in einem dreiminütigen youtube-Video ihre Initiative vor:
Video von der Kundgebung:

Auf der Internetseite ziviler-hafen.de der Initiative findet man weitere Fakten,  Informationen zu den Unterstützern der Initiative und Unterschriftenlisten zum Herunterladen.

Weitere Informationen:

Presseschau zur der Veranstaltung