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Silly: Vaterland

Mit dem Song "Vaterland" möchte die Band Silly zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen.

© meinhardt.info

Heidelberger Bündnis „Stoppt den Waffenhandel!“

Aktion gegen Rüstungsexporte am 26.10.2012 in Heidelberg-Wieblingen vor dem Rüstungszulieferer Rockwell-Collins

Aktion vor Rüstungsfirma Rockwell Collins - Demo auf der Straße und in der Straßenbahn - Kundgebung mit Unterschriftensammeln

Mit einer nicht alltäglichen Kombi-Aktion in vier Etappen setzte sich das Heidelberger Bündnis "Stoppt den Waffenhandel!" (Heidelberger Friedensratschlag, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden, ver.di, GEW u.a.) mit einem Aktionstag am 26. Oktober 2012 für ein Verbot von Rüstungsexporten und insbesondere gegen die Lieferung von Panzern ein.

"Den Tätern Namen und Gesicht geben! - Wieder machen deutsche Firmen Geschäfte mit dem Tod!"

Demo gegen Rüstungs- und Panzerexport am 26.10.2012 in Heidelberg mit Panzerattrappe

Mit diesem Motto begann der Aktionstag mit einer Kundgebung vor dem Rüstungszulieferbetrieb Rockwell Collins. Die deutsche Tochtergesellschaft (früher Teldix) des US-amerikanische Rüstungskonzerns  Rockwell Collins hat ein Werk im Heidelberger Stadtteil  Wieblingen wo für die militärische Luft- und Raumfahrt u. a. Cockpitausrüstungen oder Kommunikations- und Navigationssysteme entwickelt und produziert werden. Diese werden in bemannte Luftfahrzeuge (für die Kampfflugzeuge Eurofighter und Tornado und den Kampfhubschrauber Tiger)  und in unbemannte Drohnen eingebaut.

Demo gegen Rüstungs- und Panzerexport am 26.10.2012 durch die Heidelberger Hauptstraße

Fortgesetzt wurde der Protest in der Straßenbahn auf dem Weg in das Zentrum von Heidelberg. Indem während der Fahrt Flyer verteilt wurden, wurde ein wenig Unruhe erzeugt, aber auch die Gelegenheit genutzt zu informieren und zu diskutieren. Auch wenn Derartiges in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erlaubt ist, ist es dennoch ein sehr geeigneter Ort für eine politische Aktion.

Kundgebung gegen Rüstungs- und Panzerexport am 26.10.2012 am Bunsenplatz in Heidelberg

Den dritten Teil der Aktion bildete eine Demo vom Bismarckplatz durch die belebte Hauptstraße zum Bunsenplatz. An der Spitze des Demozuges sahen die PassantInnen ein Modell des Leopard-Kampfpanzers, mehrere "Stabpanzer" und die Sambagruppe "Sambartistas." Der kleine aber feine Demonstrationszug (circa 30 Personen) machte sich akustisch lautstark bemerkbar und fiel auch optisch  durch die Drohnen-Attrappen auf, die auf Fahrradhelmen festgemacht waren.

Unterschriftensammlung gegen Rüstungsexporte am 26.10.2012 in Heidelberg

Den abschließenden vierten Teil bildete die Kundgebung am Bunsenplatz und das Sammeln von Unterschriften.  Auch hier gab es ein kulturelles Programm und eine Rede von Renate Wanie von der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden. Dabei wurde auf die Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien hingewiesen. Die PassantInnen wurden aufgerufen, sich der von der Bundesregierung im Geheimen beschlossenen Lieferung von Leopard-Panzern zu widersetzen und Protestaktionen zu unterstützen. Während dessen schwärmten zahlreiche DemonstrantInnen aus und verteilten mehrere hundert Flugblätter. Auffallend viele junge Menschen reihten sich in die kleinen Schlangen vor dem Infotisch ein, um gegen Rüstungsexporte zu unterschreiben und ihrer Empörung Luft zu machen. Offensichtlich ist die geplante Panzerlieferung der Bundesregierung keine völlig unbekannte politische Entscheidung mehr.

Kontakt: Renate Wanie, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden, buero.heidelberg@wfga.de