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© meinhardt.info

Friedensradtour: Mahnwache und Aktionen vor den Toren von Heckler & Koch

Pressemitteilung vom Internationalen Versöhnungsbund

Elf junge Leute vom Internationalen Versöhnungsbund machten auf ihrer Friedensradtour von Köln nach Konstanz am frühen Nachmittag des 28. Juli in Oberndorf am Neckar vor „Europas tödlichstem Unternehmen“, der Waffenschmiede Heckler & Koch, Halt.

Zusammen mit dem regionalen Friedensbündnis Villingen-Schwenningen und Teilnehmern eines internationalen Workcamps gedachten sie der Millionen Opfer von Kleinwaffen weltweit. Denn Kleinwaffen aus deutscher Produktion, von der UNO als das Massenvernichtungsmittel des 21. Jahrhunderts bezeichnet, tauchen mittlerweile auf allen Kriegs- und Krisenplätzen dieser Welt auf. Seit Jahren liegen sie in der Exportstatistik weltweit an dritter Stelle. Ursache ist eine immer aggressivere Rüstungsexportpolitik, die besonders Regierungen in Ländern mit einer hohen Rate von Menschenrechtsverletzungen mit ihren tödlichen Produkten versorgt.

„Jede Waffe, die einmal produziert und exportiert wird, findet ihre Opfer. Wir können mittlerweile von einer tödlichen Seuche ausgehen“, erklärte Dr. med. Helmut Lohrer vor den Toren von Heckler & Koch. Lohrer steht als International Counciller der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) mit vielen Kollegen in den Ländern in Kontakt, die als Empfänger deutscher Präzisionswaffen die verheerenden Folgen auf ihre Patienten seit Jahren behandeln müssen. Kleinwaffen produzieren nicht nur unendliches menschliches Leid, sondern entziehen diesen Ländern wichtige Ressourcen, die eigentlich zu deren Entwicklung im Gesundheits-, Bildungs- und Produktionsbereich dringend benötigt würden, so Lohrer. Er las zudem eine eindrückliche sogenannte „Ein-Kugel“-Geschichte vor, die ihm diese Kollegen aus ihrem Alltag auf dem Internationalen Kongress zu den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen von Kleinwaffen in Villingen-Schwenningen im letzten Jahr erzählt haben.

Die jungen Leute vom Internationalen Versöhnungsbund appellierten danach an die Beschäftigten, ihre Arbeitskraft, ihren produktiven Erfindergeist, ihr handwerkliches Können lieber in sinnvolle Produkte für das Leben zu investieren anstatt an ihren tödlichen Produkten festzuhalten. „Wir haben nichts gegen Sie, sondern nur gegen ihre tödlichen Produkte“, war einer der Botschaften, die sie schriftlich am Zaun, der das Gelände von Heckler& Koch hermetisch abriegelt, hängten und am Ende auch zurückließen.

Ihre Botschaften und Forderungen zur Umwidmung auf notwendige zivile Produkte wurden auch an zahlreiche Luftballons gehängt, die dann diese Botschaften symbolisch in die ganze Region tragen sollten. Umrahmt wurde diese zweistündige Mahnwache durch gemeinsam gesungene Lieder von bekannten Komponisten wie Bach, deren Texte allerdings extra umgedichtet und der Firma und Beschäftigten inhaltlich gewidmet waren. „Was wollen wir heute mit all den Nähmaschinen….?“ bemerkte einer der herumstehenden Beschäftigten von Heckler & Koch, anspielend auf die Phase einer Produktion ziviler Güter, die nach den beiden Weltkriegen in Oberndorf erfolgreich produziert und vermarktet wurden. Am liebsten hätte man ihm geantwortet: „Was wollen wir denn heute noch mit all den Waffen, die nur Unheil anrichten….? Lasst uns lieber gemeinsam nachdenken, was wir wirklich heute an sinnvollen Produkten brauchen!!!“

Pressespiegel

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