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Deutsche Rüstungsexporte 2024: erneut Rekord gebrochen

Die deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2024 so viele Rüstungsexporte genehmigt wie nie zuvor. Die meisten davon betrafen die Ukraine.

Panzerraupe mit Erde aus nächster Nähe.

Symbolbild; Bild: Artur Pawlak/Pixabay

Wie die Bundesregierung mitteilt, hat sie am 27.8.2025 den Rüstungsexportbericht für das Jahr 2024 beschlossen, aber noch nicht online veröffentlicht. Laut der Pressemitteilung sind im Jahr 2024 Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern inklusive der Allgemeinen Genehmigung Nr. 33 (AGG33) in Höhe von 13,37 Milliarden Euro erteilt worden (ohne AGG33: 12,83 Milliarden Euro). Davon seien rund 11,52 Milliarden Euro und damit rund 86 % auf Genehmigungen für Ausfuhren in EU-, NATO- und NATO-gleichgestellte Länder, die Republik Korea, Singapur und die Ukraine entfallen. 1,85 Milliarden Euro und damit rund 14 % des Gesamtwerts hätten sonstige Drittländer betroffen. Platz 1 der Empfängerländer im Jahr 2024 ist der Bundesregierung zufolge die Ukraine gewesen – auf sie sei mit 8,15 Milliarden Euro der höchste Wert aller erteilten Einzelgenehmigungen entfallen.

Tatsächlich liegt der Wert der Rüstungsexportgenehmigungen jedoch noch höher, wenn man nicht nur die Einzelgenehmigungen, sondern auch die genehmigten Sammelausfuhren in Höhe von 1,04 Milliarden Euro berücksichtigt. Diese gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Sevim Dagdelen (BSW) hervor.