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Deutschland wieder viertgrößter Waffenexporteur

Der internationale Rüstungshandel floriert und auch die deutschen Rüstungsexporte haben in den letzten fünf Jahren stark zugelegt. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI hervor.

Symbolbild Container; Bild: Markus Distelrath/Pixabay

Symbolbild; Bild: Markus Distelrath/Pixabay

Demnach ist das Volumen der zwischen Staaten transferierten Großwaffen zwischen 2021–25 im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum um 9,2 % angestiegen. Deutschland hat laut SIPRI in diesem Zeitraum China überholt und wurde mit einem Anteil von 5,7 % an den weltweiten Waffenexporten nach den USA, Frankreich und Russland zum viertgrößten Waffenexporteur – vor Italien, Israel, dem Vereinigten Königreich, Südkorea und Spanien. Fast ein Viertel aller deutschen Waffenexporte (24 %) seien als Hilfe an die Ukraine gegangen und weitere 17 % an andere europäische Staaten.

Die zehn weltweit größten Importeure waren SIPRI zufolge zwischen 2021 und 2025 die Ukraine, Indien, Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, Japan, Polen, das Vereinigte Königreich, Kuweit und Australien. Die größte Empfängerregion sei in diesem Zeitraum Europa gewesen, dessen Staaten ihre Waffenimporte mehr als verdreifacht hätten. Grund dafür sei die Bedrohungswahrnehmung gegenüber Russland und Unsicherheiten hinsichtlich des Engagements der USA zur Verteidigung ihrer europäischen Verbündeten.

Dagegen seien die Waffenimporte der Staaten im Nahen Osten zwischen 2016–20 und 2021–25 um 13 % zurückgegangen. Dennoch befanden sich mit Saudi-Arabien, Katar und Kuweit drei der zehn weltweit größten Waffenimporteure im Zeitraum 2021–25 in dieser Region. Mehr als die Hälfte der Waffenimporte in den Nahen Osten stammten aus den USA (54 %), während 12 % aus Italien, 11 % aus Frankreich und 7,3 % aus Deutschland gekommen seien.