Wie Facing Finance erklärt, erfasst die Datenbank jetzt 1.523 Unternehmen, die zwischen 2017 und 2025 direkt, über Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures an Rüstungsexporten in Kriegsgebiete beteiligt waren.
Die meisten Unternehmen, die Waffen für völkerrechtswidrige Kriege liefern, sitzen laut Facing Finance in den USA (223 Unternehmen), in Russland (120), in Großbritannien (117), in China, inkl. Hongkong (107), in Deutschland (96), in den Vereinigten Arabischen Emiraten (78), in der Türkei (70) und in Frankreich (66). Insgesamt würden mehr als 57 % der Unternehmen, denen entsprechende Rüstungsexporte nachgewiesen werden konnten, aus diesen acht Ländern stammen.
Die meisten Unternehmen, die zwischen 2017 und 2025 Waffen in Kriegsgebiete exportiert haben, haben nach Angaben von Facing Finance ihren Hauptsitz in den folgenden Städten: Moskau (46 Unternehmen), Peking (34), Abu Dhabi (29), Dubai, Singapur, Istanbul (je 25), Teheran (22) und Paris (20). In Deutschland seien die Städte München (10 Firmen) und Kiel (9 Firmen) führend.
Die meisten Lieferungen in Kriegsgebiete im Untersuchungszeitraum habe der russische Staatskonzern Rostec, (33 an verschiedene Kriegsparteien), zu verantworten gehabt, gefolgt von Leonardo, Italien (23 verschiedene Kriegsparteien), RTX, USA (23), Airbus, Europa (21), Norinco, China (20), Textron, USA (20), Baykar, Türkei (20), Lockheed Martin, USA (19), BAE Systems, UK (18), Thales, Frankreich (16), Boeing, USA (15) und AVIC, China (15).
Von den 96 erfassten deutschen Unternehmen hat laut Facing Finance die deutsche Airbus-Tochter Airbus Defence and Space am häufigsten in Kriegsgebiete geliefert (14 verschiedene Kriegsparteien), gefolgt von der Rolls-Royce Tochter MTU Friedrichshafen (12), KNDS (12), Rheinmetall (11) und Volkswagen (10).
Die ExitArms-Datenbank von Facing Finance ist auf exitarms.org für jeden frei zugänglich.
- Update Exit Arms Datenbank, Pressemitteilung, facing-finance.org, 6.5.2026
