Der Vorstand von Heckler & Koch begrüßt der Pressemitteilung zufolge die Übernahme: CDE sei bereits seit fünf Jahren Aktionär von Heckler & Koch. Sie unterstütze nicht nur den wirtschaftlichen Gesundungskurs des Unternehmens, sondern ausdrücklich auch die Grüne-Länder-Strategie.
Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin dagegen befürchtet, dass die Folgen dieser Übernahme weitaus gravierender sind. Die Oberndorfer Führungsriege bemühe sich lediglich, die Kugel flach zu halten. Doch wer aus der Führungsebene gegangen werden wird und ob alle Mitarbeiter*innen weiterbeschäftigt werden, zeige die Zukunft, so Grässlin. Auch die Frage, ob die bereits ausgehöhlte Grüne-Länder-Strategie nur noch alibimäßig aufrecht erhalten bleibe, werden die kommenden Rüstungsexporte zeigen. „Was aber, wenn sich Walewski als kapitalistische Heuschrecke entpuppt? Wenn sich die CDE die Rosinen aus dem Unternehmen Heckler & Koch herauspickt und weniger lukrative Unternehmenssparten zerschlägt? Was, wenn die Waffenexporte in Krisen- und Kriegsgebete wieder in altbekannter Manier hemmungs- und skrupellos fortgesetzt werden?“, fragt sich Grässlin.
- Luxemburger Finanzholding CDE übernimmt Mehrheit an traditionsreicher Waffenschmiede Heckler & Koch, Pressemitteilung von Heckler & Koch, heckler-koch.com, 17.07.2020
