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Kriegswaffenexporte 2020: Hauptempfängerländer waren Krisenstaaten

Die Bundesregierung genehmigte 2020 Rüstungsausfuhren im Wert von 4,8 Milliarden Euro und damit zwar deutlich weniger als 2019 (8,2 Milliarden Euro), allerdings waren die Hauptadressaten für Kriegswaffenexporte Ägypten, Israel und Katar.

Bild: Rune Clausen/Pixabay

Die Bundesregierung hat im Jahr 2020 bisher Rüstungsexporte im Wert von rund 4,86 Milliarden Euro genehmigt. Das ist zwar deutlich weniger als im Rekordjahr 2019 (8,2 Milliarden Euro), allerdings betraf ein Großteil der Genehmigungen wieder Exporte von deutschem Kriegsgerät an Kriegs- und Krisenstaaten. Das ist einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine schriftliche Frage der Grünenpolitikerin Katja Keul zu entnehmen.

Dem Schreiben zufolge waren die drei Hauptempfängerländer von Genehmigungen für deutsche Kriegswaffenexporte im Zeitraum vom 1. Januar bis 9. Dezember 2020 Ägypten (rund 716 Millionen Euro), Israel (rund 508 Millionen Euro) und Katar (rund 196 Millionen Euro). Auch bei den Genehmigungswerten für Rüstungsgüter gesamt lag Ägypten ganz vorne mit 751 Millionen Euro, gefolgt von Israel mit 556,5 Millionen Euro und den USA mit 464,6 Millionen Euro.