Damit bricht die schwarz-rote Koalition alle bisherigen Jahresrekorde in nur sechs Monaten.
Vom Genehmigungswert entfallen laut Bundeswirtschaftsministerium rund 9,6 Milliarden Euro auf Kriegswaffen und rund 4,3 Milliarden Euro auf sonstige Rüstungsgüter. 12,8 Milliarden Euro betrafen dabei Einzelausfuhrgenehmigungen und 1,1 Milliarden Euro sogenannte Allgemeine Genehmigungen.
Die meisten Genehmigungen betrafen Lieferungen in EU-, NATO- und NATO-gleichgestellte Länder. An sie wurden Exporte im Wert von rund 8,9 Milliarden Euro genehmigt (6,8 Milliarden Euro für Kriegswaffen und 2,1 Milliarden Euro für sonstige Rüstungsgüter). An Drittländer (einschließlich Ukraine) wurden Genehmigungen in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro erteilt (2,8 Milliarden Euro für Kriegswaffen und 2,1 Milliarden Euro für sonstige Rüstungsgüter).
Israel auf Platz 6 in der Top-Ten der Hauptempfängerländer
Das Hauptempfängerland war mit Genehmigungen im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro die Ukraine, gefolgt von den Vereinigten Staaten (1,6 Milliarden Euro), den Niederlanden (1,3 Milliarden Euro), Tschechien (1,2 Milliarden Euro), Litauen (1,2 Milliarden Euro), Israel (799 Millionen Euro), Lettland (500 Millionen Euro), Norwegen (435 Millionen Euro), Estland (425 Millionen Euro) und Slowenien 410 Millionen Euro).
Auch deutlich mehr Exportgenehmigungen für Kleinwaffen
Exporte von Kleinwaffen und Kleinwaffenteilen genehmigte die Bundesregierung im ersten Halbjahr 2026 im Wert von 120,3 Millionen Euro (gesamtes Jahr 2025: ca. 95 Millionen Euro) . Davon betrafen 97 % (117 Millionen Euro) Exporte in EU-, NATO- und NATO-gleichgestellte Länder und 3 % (3 Millionen Euro)Exporte in Drittländer (einschließlich Ukraine).
- Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung im 1. Halbjahr 2026, Pressemitteilung, bundeswirtschaftsministerium.de, 15.07.2026
- Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cansu Özdemir, Janine Wissler, Desiree Becker, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke, Drucksache 21/4607, bundestag.de, 05.03.2026
