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VAE bricht Waffenembargo gegen Sudan.

Und Airbus will Militärtransporter A400M an VAE liefern.

Der Krieg im Sudan zwischen der Armee und der RSF-Miliz hält mittlerweile seit 2023 an. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) stehen seit langem im Verdacht, gegen das Waffenembargo gegen die Darfur-Region im Sudan zu verstoßen und die RSF zu unterstützen. Die Bundesregierung hat ihre Genehmigungen für Rüstungsexporte in die VAE deswegen nie eingestellt. Offiziell müssen die Rüstungsgüter aus Deutschland selbst entgegen dem Waffenembargo illegal weitergegeben worden sein, um künftige Exporte zu stoppen. Bisher konnte dies nicht nachgewiesen werden. 

Nun geht aus Medienberichten hervor, dass das Unternehmen Airbuis kurz davor steht, einen Vertrag mit den VAE über den Erwerb mehrerer militärischer Transportflugzeuge A400M abzuschließen. Airbus ist ein europäisches Unternehmen, an dem der deutsche Staat Anteile hält. Diese Transportflugzeuge sind dafür ausgelegt, große Mengen an militärischem Material von A nach B zu transportieren. Entsprechend wirft das nun anstehende Geschäft die Frage auf, ob die VAE diese Transportflugzeuge auch dazu benutzen werden, um die RSF im Sudan mit Waffen und Material zu beliefern und das Waffenembargo zu verletzen. 

Illegale Rüstungsexporte nach Sudan, taz.de, 7.12.2025

In der Vergangenheit war Airbus bereits in die Kritik geraten, als es die Airbus A400M der Türkei weiterhin wartete, obwohl nachweislich mit diesen Maschinen Waffen und Material nach Libyen geliefert wurden, entgegen dem Waffenembargo gegen dieses Land. 

Trotz UN-Embargo - Airbus wartet türkische Militärflugzeuge, tagesschau.de, 25.8.2020