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VW: zivile Optionen ausgeschlagen – Einstieg in den Rüstungsexport unausweichlich

VW steigt nun in die Rüstung ein? Die „intelligente Lösung“, die Konzernchef Oliver Blume schon vor längerem für die Schrumpfung des VW-Konzerns ins Spiel gebracht hat, besteht darin, Standorte an die Rüstungsproduktion abzugeben.

Bild von einem Militärlastwagen

Symbolbild; Bild: Piotr Zakrzewski/Pixabay

Nun wird das VW-Werk in Osnabrück vom Konzernverbund abgetrennt und an das Land Niedersachsen und eine private Equity-Firma aus Israel verkauft, die dort dann im nächsten Schritt für Rafael Advanced Systems Bestandteile von Waffensystemen produzieren. Zudem sollen dort Amarok-Fahrzeuge aus südafrikanischer VW-Produktion zu Waffenträgern für die polnische Armee umgebaut werden. Der Deal soll bis zu 1200 der derzeit 1800 Arbeitsplätze im Osnabrücker Werk dauerhaft sichern.

Gerade da noch nicht alle Details geklärt sind und wiederum VW-Fahrzeuge als Grundlage der Systeme herhalten, kann von einem Einstieg von VW in die Rüstungsproduktion gesprochen werden. Als Aktion Aufschrei haben wir diesen Schritt schon im Vorfeld kritisiert – nicht nur weil man die zivilen Optionen einer Fortführung der Produktion in Osnabrück schnell vom Tisch gefegt hat, sondern auch weil – wie diese Absprache offen zeigt – der Rüstungsexport das treibende Element der Standortsicherung sein wird.